Hans-Jürgen Klisch
„Ein sehr spannender Markt“

Hans-Jürgen Klisch rät Anlegern, die am Potenzial des Marktes für Nebenmetalle partizipieren möchten, zu Aktien der großen Bergbaukonzerne. Der Geschäftsführer von Raymond James & Associates spricht im Interview über die Gründe des Preisanstiegs und die Bedeutung von strategischen Metallen.
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Handelsblatt: Wo liegen die Gründe für den überdurchschnittlichen Preisanstieg strategischer Metalle?

Hans-Jürgen Klisch: Viele dieser Metalle fallen als Beiprodukte bei der Förderung großer Buntmetalle wie Kupfer und Blei an. Bei den Bergbaukonzernen standen die Verkaufserlöse der Nebenprodukte bisher nicht im Vordergrund – sie wurden vielmehr als Kostensenker in der Buntmetallförderung gesehen. Angebot und Nachfrage sind weit auseinander gedriftet, das hat die Preise nach oben schießen lassen. So wurde Molybdän zeitweise zu zwei Dollar je Pound verkauft – heute liegt der Preis bei rund 30 Dollar.

Solche Metalle kommen in der Erdkruste selten alleine vor?

Ja, einzelne Vorkommen sind selten. Die wenigen bekannten Vorkommen wurden wegen der lange Zeit niedrigen Preise nicht exploriert. Erst mit fortschreitender Technologisierung hat sich das geändert.

Was macht diese Metalle so interessant?

Das ist ein sehr spannender Markt. Viele Metalle werden wegen ihrer Hitze- und Korrosionsbeständigkeit geschätzt und in wichtigen Bereichen der Wirtschaft eingesetzt. So im Bau von Pipelines und Kernkraftwerken oder im Flugzeugbau und in der Raumfahrt.

Ist das geopolitische Klima denn so angespannt, dass man diese Rohstoffe weiter als "Strategische Metalle" bezeichnen kann?

Strategische Metalle bleiben strategisch, weil einige Länder in Lateinamerika zur Verstaatlichung tendieren und Länder wie Russland und China ihre Vorkommen als strategisch wichtig erklärt haben. Länder wie Namibia, Kongo oder Niger brauchen für die Suche und Exploration Zeit und Geld.

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