Lyxor ETF Dow Jones Euro Stoxx 50
Anleger stehen auf Europas Champions

16 Fußballteams wollen im Juni in Österreich und der Schweiz Europameister werden. In der Fondsbranche hat der "ETF Dow Jones Euro Stoxx 50" von Lyxor diesen Titel bereits inne. Der Grund hierfür ist denkbar einfach: Beim Lyxor-Fonds treffen zwei Erfolgsmodelle aufeinander.
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FRANKFURT. Sowohl vom Fondsvolumen als auch vom täglichen Handelsvolumen ist es das Aushängeschild der Société-Générale-Tochter, das die immer zahlreicheren Konkurrenzprodukte auf die Plätze verweist. Das zeigt eine Studie der Investmentbank Morgan Stanley.

Beim Lyxor-Fonds treffen zwei Erfolgsmodelle aufeinander. Auf der einen Seite ist das Fondshaus selbst die Nummer zwei unter Europas Anbietern im stark boomenden Markt der passiv gemanagten Fonds; diese Fonds werden strikt einem Vergleichsindex nachgebildet. Nur Ishares, die Fondsgesellschaft von Barclays Global Investor, liegt noch vor Lyxor. Lyxor wiederum bietet den größten börsengehandelten Indexfonds (Exchange Traded Fund, ETF) an, eben jenen Lyxor ETF Dow Jones Euro Stoxx 50. "Wer als Anleger auf die größten europäischen Aktien setzen will, der stößt automatisch auf diesen Fonds" sagt Werner Hedrich, Leiter der Fondsanalyse bei Morningstar in München.

Hier zeigt sich im Namen das zweite Erfolgsmodell: Kein anderer Index zieht die Anleger in Europa so an wie der Euro Stoxx 50. Der bildet die 50 größten und liquidesten Unternehmen in der Euro-Zone ab. Die drei größten ETFs in Europa werden auf den Euro Stoxx 50 gebildet. Deren Vorteil: Der Anleger bekommt eine Auswahl der bekanntesten Unternehmen Europas in einem Fonds zusammengefasst, er unterliegt jedoch keinem Währungsrisiko. Schließlich sind beispielsweise Gesellschaften aus Großbritannien oder der Schweiz nicht vertreten - was Währungsschwankungen, wie sie zuletzt im Verhältnis zum britischen Pfund und dem Schweizer Franken auftraten, ausschließt.

Der Erfolg des Lyxor-ETF ist auf der einen Seite der Erfolg des gesamten ETF-Marktes, dessen verwaltetes Vermögen sich laut Berechnungen von Morgan Stanley im ersten Quartal um 3,8 Prozent auf 92,5 Mrd. Euro gesteigert hat. Auf der anderen Seite hat es Lyxor auch verstanden, frühzeitig das Potenzial der damals noch jungen Sparte ETF zu erkennen. Der Fonds auf den Euro Stoxx 50 wird seit dem 21. März 2001 gehandelt. Da die von der Gesellschaft selbst empfohlene Mindestanlagedauer bei fünf Jahren liegt, dürften viele Anleger der ersten Stunde noch dabei sein.

Und die erlebten mit dem Einbruch der Aktienmärkte seit Beginn der Finanzkrise im Juli einen heftigen Verlust. Auf Sicht von zwölf Monaten ergab sich ein Verlust von über elf Prozent. "Trotzdem verzeichnete der Lyxor-Fonds in den Monaten seit Jahresanfang leichte Mittelzuflüsse", sagt Andre Härtel von Fondsanalysehaus Feri. Anleger hielten große ETFs anscheinend für eine sicherere Anlageform als aktiv gemanagte Fonds, deren Manager durch gezielte Aktienauswahl versuchen, den Vergleichsindex zu schlagen - was aber meist misslingt.

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