Nachhaltige Rentenversicherungen gewinnen an Zuspruch
Ein sanftes Ruhekissen fürs Alter

Immer mehr Anleger stecken ihr Geld in nachhaltige Investmentfonds, deren Manager neben finanziellen auch ökologische, soziale und ethische Kriterien beachten.

BERLIN. Mehr als 61 Prozent der Deutschen meinen, dass solche Fonds sich auch gut für die Altersvorsorge eignen. Das ergab eine repräsentative Umfrage von Axa Investment Managers und dem Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest im vergangenen Sommer. Doch noch ist vielen unbekannt, wie man seine Altersvorsorge auch über andere Produkte nachhaltig ausrichten kann.

Klar ist, dass die gesetzliche Rente nach und nach durch kapitalgedeckte Betriebsrenten und private Altersvorsorge ergänzt werden muss. Hierfür bieten sich nachhaltige Konzepte an, weil sie besonders auf langfristig solide Renditen setzen.

Arbeitnehmer sollten ruhig einmal bei ihrem Arbeitgeber nachfragen. Denn seit Ende 2005 müssen nicht nur Pensionsfonds, sondern auch Betriebspensionskassen und betriebliche Direktversicherungen die Kunden vor Vertragsabschluss über ökologische und soziale Anlageziele informieren und den Versicherten einmal im Jahr Rechenschaft geben, ob und wie sie nachhaltige Kriterien bei der Kapitalanlage berücksichtigen. In Deutschland bietet etwa die Metallrente, das Versorgungswerk der Metallindustrie, den ersten komplett nachhaltigen Pensionsfonds an – derzeitiges Volumen rund 28 Mill. Euro.

„Die Berichtspflicht wirkt besonders bei neu entstehenden Pensionsfonds: fast ein Viertel wendet zumindest für einen Teil ihres Portfolios Nachhaltigkeitskriterien an“, berichtet Cornelia Dereje vom Forum Nachhaltige Geldanlagen. Laut „Ökotest“ beachten auch ein Dutzend Pensionskassen Nachhaltigkeitsaspekte.

Die Nachfrage nach „grünen“ Altersvorsorgeprodukten wachse in Deutschland stetig, sagt Klaus Odenthal, Vertriebsvorstand der damit seit 30 Jahren erfahrenen Versiko AG in Düsseldorf. Gefragt sind insbesondere Riester-Versicherungsprodukte, also die private Vorsorge mit staatlicher Förderung. Bei der Umweltbank in Nürnberg zum Beispiel kauften die Kunden im vergangenen Jahr mehr als dreimal so viele nachhaltige Riester-Versicherungen wie im Jahr davor.

Gleichwohl handelt es sich um einen Nischenmarkt. Noch macht nachhaltige Altersvorsorge laut Fachfrau Dereje erst ein Prozent des Marktes aus. Anbieter sind bei Entwicklung und Vermarktung solcher Produkte vorsichtig. Es existieren etwa ein Dutzend nachhaltiger Riester-Versicherungen und rund 20 klassische und fondsgebundene Versicherungsprodukte in dieser Kategorie, wie Experten schätzen.

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