Öl-Anlagen
Gute Geschäfte mit dem Schmierstoff der Wirtschaft

Die Nachfrage nach Öl zieht an. Der Preis dürfte langfristig steigen. Zwar herrscht noch kein Mangel an Öl, doch das könnte sich ändern. Wie Anleger davon profitieren können - und was sie beachten sollten.
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FRANKFURT. Die Welt dürstet nach Öl. Trotz aller Bemühungen, den Ausbau erneuerbarer Energien voranzubringen, ist der Schmierstoff für die Weltwirtschaft nach wie vor unersetzlich. Die Welt verzehrt 85 Mio. Barrel (1 Barrel = 159 Liter) - und zwar täglich.

Seit Ende 2008, als viele Experten den Zusammenbruch der Weltwirtschaft befürchteten, hat sich der Preis der begehrten Sorten WTI und Brent mehr als verdoppelt; rund 80 Dollar werden derzeit je Barrel bezahlt. Ein stolzer Preis, aber immer noch wenig im Vergleich zum Sommer 2008: Damals kostete ein Barrel der Sorte WTI fast 150 Dollar. Die Konjunktur lief auf vollen Touren, Investoren fürchteten einen Engpass.

Der Ölpreis wird von vielen Faktoren bestimmt, von Konjunkturzyklen, Lagerbeständen, Währungsschwankungen oder festgelegten Förderquoten. In der kommenden Woche etwa trifft sich die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), um ihre künftigen Fördermengen abzustimmen. Sollte die Nachfrage im laufenden Jahr weiter steigen, dürfte das "Angebot nur bedingt mit der Nachfrage Schritt halten können", sagt Frank Schallenberger, Ölexperte von der LBBW.

Lagerstätten sind noch gefüllt

Noch herrscht kein Mangel an Öl. Die Lagerstätten sind gut gefüllt, so gut wie selten in den letzten zehn Jahren. Doch das könnte sich ändern. "Bei einer weiterhin robusten Weltkonjunktur ist mit einem Ölpreisanstieg zu rechnen", sagt Peter Königbauer, Fondsmanager bei Pioneer Investments. Schon jetzt sei zu beobachten, dass die Ölnachfrage vor allem in Asien anziehe. Der Ölpreis könne bis zum Jahresende auf 90 Dollar je Barrel steigen.

Eines steht jedoch fest: die Reserven sind endlich. Mit jedem neuen Tag rückt das Ende des Ölzeitalters näher. Nach Schätzungen belaufen sich die weltweiten Ölreserven auf 1,25 Bill. Barrel. Wenn man Ölsande hinzunimmt, kommen 1,4 Bill. Barrel zusammen. Gemessen am aktuellen Verbrauch reicht das noch für etwa 46 Jahre - danach wäre der letzte Tropfen aufgebraucht.

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