Peter Ferres
„Wirtschaft ist spannend wie ein Krimi“

Peter Ferres ist Investmentbanker – und Grundschullehrer. Im Interview erzählt er, wie das Fach „Wirtschaft“ genau aussieht und warum es schon für Kinder wichtig ist, die ökonomischen Zusammenhänge zu verstehen.
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Handelsblatt: Wie kamen Sie nach über 20 Jahren als Investmentbanker dazu, eine Schule zu gründen?

Peter Ferres: Es war immer schon meine Leidenschaft, anderen etwas beizubringen: als Tutor an der Uni, als Banker den Trainees, als Managing Director Schülern im Londoner Stadtteil Tower Hamlets, damit sie in gute Colleges kamen. Der zweite Grund ist meine Liebe zu Fremdsprachen. Kinder lernen im Alter zwischen zwei und sieben Jahren sehr schnell und spielerisch eine Fremdsprache, wenn sie jeden Tag um sie herum gesprochen wird. Daher bietet unsere Schule und die Vorschule Ganztagsunterricht in Englisch mit täglich etwas Deutschunterricht an.

Welche Fächer werden Sie selbst unterrichten?

Sachkunde, Mathematik und Sport. Alle drei Fächer unterrichte ich jetzt schon hier in London in der Grundschule, wo ich Klassenlehrer einer dritten Klasse bin und auch schon zwei Monate als Klassenlehrer einer ersten Klasse unterrichtet habe.

Planen Sie als ehemaliger Banker, das Fach „Wirtschaft“ in den Stundenplan Ihrer Schule aufzunehmen?

Ja, in Grundzügen ab der 4. Klasse, wenn die Fragen nach Geldzusammenhängen häufiger werden und die Kinder erstmals beginnen, ab und zu in eine Zeitung zu schauen. Als richtiges Fach wird es dann ab der 5. oder 6. Klasse im Rahmen von Mathematik und Sachkunde dazukommen.

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