Rohstoffe
Gold und Silber glänzen im Depot

Die Zeit für einen Einstieg in Rohstoffe scheint günstig. Weil Preis und die Nachfrage steigen dürften, halten Experten ein Investment für lukrativ.

HB FRANKFURT. "Wir sind von einem langfristigen Rohstoff-Boom überzeugt und denken, dass dieser noch ungefähr die nächsten drei Jahre anhalten dürfte", urteilt etwa Ian Henderson, Manager des Rohstoff-Fonds von JP Morgan. Wegen des wirtschaftlichen Aufschwungs in westlichen Ländern und in Wachstumsmärkten wie China und Indien steige weltweit die Nachfrage, erklärt Robin Batchelor, Manager des World Energy Fonds von Merrill Lynch. Zudem sei in den 15 vergangenen Jahren zu wenig investiert worden, sagt John Payne, Manager des Barings Global Resources Fund. Folge seien die heutigen Versorgungsengpässe.

Im Vergleich zu anderen Anlageformen bieten besonders nicht nachwachsende Rohstoffe den Vorteil einer relativen Preisstabilität; sie sind nur begrenzt vorhanden, die Gewinnung ist mit hohem Aufwand verbunden. Zugleich korrelieren sie nur geringfügig mit Aktien und Renten, weshalb sie sich zur Risikostreuung in Depots anbieten. So investieren laut Payne zunehmend auch langfristig denkende Anleger in diese Anlageklasse.

Wichtigster Rohstoff-Sektor in den Fonds ist der Energie-Bereich. zuletzt kletterte der Erdölpreis von einem Rekordhoch zum nächsten. "Wir gehen auf Grund von strukturellen Veränderungen der Märkte von einem weiterhin historisch hohen Ölpreisniveau aus", sagt Batchelor. Zudem seien die freien Kapazitäten vieler Förderländer nahezu erschöpft, neue Vorkommen würden nur selten entdeckt und in Produktionsregionen wie dem Nahen Osten, Afrika und Mittelamerika belasteten politische Unruhen die Gewinnung, erläutert Graham Birch, Leiter des Rohstoffteams von Merrill Lynch. Hohe Renditen seien 2005 die Folge gewesen. Fondsmanager erhöhen deshalb ihre Beteiligungen an Firmen, die Öl suchen, fördern und raffinieren.

Aber auch die alternativen Energien profitieren vom hohen Ölpreis. Merrill Lynch betreibt einen Fonds mit Anteilen an Wind-, Solar-, Biotreibstoff- und Erdwärmeunternehmen und rechnet mit einem hohen Maß an Investitionssicherheit. Auch bei Baring machen alternative Energien wie Brennstoffzellen und Ethanol einen wichtigen Teil des Portfolios aus. "Hervorragende Renditen konnten Anleger im vergangenen Jahr auch mit Gold- und Silberanlagen erzielen", sagt Birch. "Beide Edelmetalle erreichten langjährige Höchststände, und es besteht angesichts zurückgehender Produktion weiterhin Aufwärtspotenzial."

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