Schmuck
Eine glitzernde und glänzende Geldanlage

Schnelle Rendite versprechen Uhren und historischer Schmuck nicht gerade. Nur in Ausnahmefällen sind große Wertsteigerungen drin. Aber: Schmuck und Uhren gelten als wertstabiles Investment - wenn man alles richtig macht. Worauf Anleger achten müssen.
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FRANKFURT. Diamonds are a girl?s best friend", sang einst Marilyn Monroe im Film "Blondinen bevorzugt". Doch Uhren sind das bessere Investment, urteilen Experten. "Uhren sind eine Möglichkeit, sein Geld gerade jetzt inflationssicher anzulegen", sagt Michael Uphoff, Mitarbeiter des Technischen Museums in Pforzheim und bekennender Uhrenliebhaber.

Experten wie er empfehlen, auf große Marken zu setzen wie Patek-Philippe, Rolex, Lange&Söhne, IWC, Jaeger Le Coultre oder Audemars Piguet. "Aber das allein reicht nicht", warnt Uhrmacher Uphoff. Denn billig ist das Investment nicht. Für begehrte Modelle wie die Rolex Daytona oder eine Royal Oak von Audemars Piguet werden schnell zwischen 15 000 und 20 000 Euro fällig. Deshalb ist die Information über Markt und Preise das A&O

Gefragt seien außerdem Patek-Philippes aus den 30er-, 40er- und 50er-Jahren. "Die kosten mindestens zwischen 7 000 und 10 000 Euro", sagt Raymond Sancroft-Baker vom Auktionshaus Christie?s. Auch Modelle der Traditionshäuser Breguet und Vacheron Constantin seien begehrt und werden zwischen 4 000 und 5 000 Euro gehandelt.

Finanzkrise drückt Preise

Zwar seien die Preise in der Finanzkrise zurückgegangen, echte Schnäppchen gebe es aber nicht, sagt Geoffroy Ader, leitender Uhrenspezialist für Europa beim Auktionshaus Sotheby?s. Vielmehr seien die Käufer kritischer geworden und suchten Raritäten und extrem gut erhaltene Sondermodelle.

Uhren gelten als stabiles Investment. Nur selten wird es wohl Wertsteigerungen geben wie bei der Rolex Daytona aus dem Jahr 1972. "Diese wurde 1995 für etwa 5 000 Euro gehandelt und im November für mehr als 16 000 Euro versteigert", sagt er. Eine Wertsteigerung von mehr als 300 Prozent. Seit Mai habe sich der Auktionspreis der Daytona analog zum Börsenkurs entwickelt. Für Ader sind die Daytona-Schwankungen Benchmark für den gesamten Uhren-Sammlermarkt.

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Kommentare zu " Schmuck: Eine glitzernde und glänzende Geldanlage"

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  • Wertstabil?
    Wer hat dem denn ins Gehirn...
    Jeder, der in der Juwelierbranche arbeitet, weiß, das nichts so viel an Wert verliert wie Schmuck, ob aus Gold oder mit Diamanten. Kaum gekauft, sind 90% des Werts verloren. Denn bei der Rücknahme zählt nur der Materialwert, und wer nicht zum seriösen Händler geht wird selbst bei dem noch betrogen.
    Daß ein Schmuckstück nach 50 jahre bei einer Auktion den satten Ertrag bringt, ist unwahrscheinlicher als ein Lottogewinn.
    Denn nichts ist so vergänglich wie die Mode, und nirgends sind die Preisaufschläge so hoch wie bei Produkten die Männer für Frauen kaufen.

  • Guten Tag,.......ein kleines bisschen ist was dran. Frauen schauen immer sofort auf den Schmucke ihrer Geschlechtsgenossinen. Maenner auf die Autos, aber der Grund ist immer der gleiche. " Ein kleines bisschen von dem Glitzer faellt auch auf den besitzer ". Das ist nun mal so. besten Dank.

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