Sechs Fragen zum JP Morgan Emerging Markets Equity Fund an: Jan Richter
„Kaufen, liegen lassen und ruhig schlafen“

Jan Richter, Analyst bei Fondsconsult Research, hält den JP Morgan Emerging Markets Equity Fund langfristig für einen der besten Fonds seiner Klasse. Im Gespräch mit dem Handelsblatt erklärt er für welche Anleger er sich eignet.
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Wird der Boom der Schwellenländer anhalten?

Die Kurse an den Aktienmärkten werden nicht mehr so stark steigen wie in den letzten Jahren. Man kann nicht mehr blind alles kaufen, wo Emerging Markets drauf steht. In Zukunft wird man mehr differenzieren müssen. Allerdings gilt nach wie vor: Emerging Markets sollten in keinem Depot fehlen.

Wie schlägt sich der JP Morgan Emerging Markets Equity Fund?

Langfristig gehört der Fonds zu den besten seiner Klasse. Dass es ab und zu ein Jahr gibt, in dem er nicht ganz vorne liegt, würde ich ihm verzeihen.

Was zeichnet den Fondsmanager aus?

Fondsmanager Austin Forey ist sehr erfahren und er geht keine extremen Wetten ein. Zudem hat er bei JP Morgan ein riesengroßes Team von mehr als 40 Analysten in den jeweiligen Regionen. Die besten Ideen pickt er sich heraus und stellt daraus das Portfolio zusammen.

Wo liegt die Schwäche dieses Fonds?

Im großen Volumen. Die Flexibilität geht verloren, weil der Fondsmanager praktisch nur in große Unternehmen investieren kann. Er verpasst damit Chancen, die mittelgroße und kleine Werte bieten. Und je höher das Volumen wird, desto näher liegt der Fonds am Vergleichsindex.

Bei der großen Nähe zum Index könnten Anleger doch gleich zu einem Indexfonds greifen?

Der Fonds hat in den vergangenen Jahren immer noch etwas besser abgeschnitten als der Index. Selbst wenn man die Gebühren mitrechnet, hätten Anleger damit mehr verdient als mit einem Fonds auf den MSCI Emerging Markets-Index. Gerade bei Schwellenländern, deren Märkte oft noch hohe Ineffizienzen aufweisen, liegen Anleger mit einem aktiv gemanagten Fonds richtig. Indexfonds lohnen sich eher für entwickelte Märkte.

Für welche Anleger eignet sich der Fonds?

Der Anleger sollte schon über ein breit gestreutes Portfolio verfügen und nicht mehr als fünf bis zehn Prozent des Depotwerts investieren. Mit einem so breit aufgestellten Fonds kann man aber insgesamt wenig falsch machen: Kaufen, liegen lassen und ruhig schlafen.

Jörg Hackhausen
Jörg Hackhausen
Handelsblatt Online / Reporter

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