Spirituosen
Der gute Tropfen bringt den Mehrwert

Wein, Whisky, Sherry oder Cognac: Edle Flaschen sind wieder gefragt, gerade zu Weihnachten. Sie bergen Genuss oder steigen im Wert. Ideal für alle, die noch auf der Suche nach Geschenken sind. Worauf Kunden achten müssen, damit der Kauf ein voller Erfolg wird.
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FRANKFURT. Die Meldung sorgte unter Whisky-Enthusiasten weltweit für Aufsehen. Ein 141 Jahre alter „Dalmore Oculus“ erlöste beim Auktionshaus Bonhams in Edinburgh die bis dato höchste Summe, die jemals für eine Flasche Malt Whisky gezahlt wurde. 31740 britische Pfund zahlte der neue Besitzer inklusive Steuern und Gebühren. Die bis dato höchste Summe stammte mit 29400 Pfund aus dem Jahr 2007. Ein „Bowmore“ aus dem Jahr 1850 war dem neuen Besitzer so viel wert.

Die Liste hochpreisiger alkoholischer Getränke lässt sich beliebig erweitern. Ob edle Rotweine aus Bordeaux oder Burgund, Cognacs, Grappas oder Sherrys, sogar die lange verschrienen Obstbrände sind vielen inzwischen gut und teuer. Die Suche nach dem Besonderen und die Einstellung, sich nach einem zu Ende gehenden Krisenjahr etwas Besonderes zu gönnen, treibt die Preise nach oben.

Die Preise bei Weinauktionen liegen über den Erwartungen

Bei den Weinauktionen, den sogenannten „Subskriptionen“, vor wenigen Wochen auf den großen französischen Gütern wurden wieder Preise erzielt, die zwar nicht an die Rekordjahre 2006 und 2007 herankamen, die aber dennoch weit über den Erwartungen lagen. Gut für die also, die auf der Suche nach einem besonderen Weihnachtsgeschenk noch etwas mit Wertsteigerungseffekt verschenken wollen.

Fraglich ist bei großen Weinen allerdings, ob eine Erfahrung aus früheren Jahren noch gilt. Die lautete: „Kaufe zwei Kisten in der Subskription, also vor der Abfüllung, verkaufe eine zu Beginn der Trinkreife nach 10 bis 15 Jahren, dann ist die zweite umsonst“. Wer allerdings das gängigste Barometer in diesem Bereich, den London International Vintage Exchange Liv-ex 100 betrachtet, der sah zum Beispiel allein im Jahr 2007 einen Anstieg von 60 Prozent. Der Aufstieg von China und Indien und die damit verbundene Suche vieler „Neureicher“ nach dem Besten und Teuersten ließ die Preise explodieren.

Zum verheerenden Absturz wie anschließend an den Aktienmärkten kam es jedoch nicht. Der Index, der im Sommer 2008 bei 270 Punkten stand, notiert wieder bei 235 Punkten. Vor vier Jahren war es gerade die Hälfte. „Wein ist nicht völlig unabhängig von Rezessionen, aber eine solche Anlage ist weit weniger volatil“, sagt Jan-Eric Paulson, der mit Weinraritäten handelt.

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