Templeton Growth Fund
Auf der Suche nach goldenen Zeiten

Der Templeton Growth Fund verwaltet umgerechnet rund 28 Milliarden Euro. Trotz langer Durststrecke hält das Kultprodukt aus dem Hause von Franklin Templeton Investments weiter an seinem Value-Ansatz fest. Nach einer unterirdischen Wertentwicklung des Fonds im letzten Jahr soll eine neue Chefin nun wieder an alte Erfolge anknüpfen.

FRANKFURT. Sir John Templeton ist ein streitbarer Mann. Unangepasst, hartnäckig und geduldig. 1940 gründet er die Fondsgesellschaft Templeton, die genau 50 Jahre später zu Franklin Templeton Investments wird. Sein Motto: "Wenn man dieselben Aktien kauft wie die anderen, dann erzielt man auch dieselbe Rendite wie die anderen." Sir John wollte mehr; er wollte besser sein als der Rest.

Kein Fonds verkörpert die Investment-Philosophie Templetons so sehr wie das Kultprodukt der Gesellschaft, der Templeton Growth Fund, kurz: TGF. Unterbewertete Aktien aufspüren, wenn nötig über Jahre abwarten und dann teuer verkaufen - an der Value-Strategie Sir Johns hat sich in den vergangenen Jahrzehnten nichts geändert (von "value" - Wert). Mittlerweile beschäftigt der Fonds ein riesiges Analystenteam, das weltweit nach Aktienperlen sucht und fast sklavisch am Konzept seines Investmentvaters festhält.

Das Wort "Growth" - Wachstum - im Namen des Fonds aber täuscht. Eigentlich ziert der Zusatz eher kleine, spekulativere Fonds. Der Templeton dagegen ist defensiv ausgerichtet. Ins Depot kommen überwiegend Aktien von entsprechend großen Unternehmen, sogenannte Large Caps. Das soll das Risiko minimieren und den Fonds langfristig krisenfest machen.

Mittlerweile verwaltet der Fonds umgerechnet rund 28 Milliarden Euro; 6,3 Mrd. davon entfallen auf die Euro-Variante, die im August 2000 aufgelegt wurde. Der Großteil des Kundenvermögens steckt in der Dollar-Version des Templeton. Sie ist bereits seit November 1954 am Markt. Beide Varianten verfolgen dieselbe Strategie, haben fast dieselben Aktien im Portfolio - die Gewichtung einzelner Positionen und die Wertentwicklung können aber voneinander abweichen. Knapp ein Drittel des Kundengelds stammt aus Deutschland. Viele Anleger bauen bei ihrer privaten Altersvorsorge auf das Langfristkonzept des TGF.

In der Vergangenheit hat sich Sir Johns Value-Ansatz bewährt. Als 2000 die Internet-Blase platzte und die Aktienkurse in den folgenden Jahren weltweit abrutschten, hielt der Templeton Growth Fund stand. Nur zwei Prozent verlor der Kultfonds zwischen 2000 und 2003, während der MSCI World Index um fast 40 Prozent einbrach und andere große Aktienfonds mitriss.

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