Vier Fragen zum Brasilienurlaub an: Falko Petzold
„Auch kleine Beträge mit Karte zahlen“

Falko Petzold ist staatlich geprüfter Reiseleiter in Salvador, Brasilien. Im Gespräch mit dem Handelsblatt erklärt er, ob man besser mit Dollar oder Euro im Gepäck nach Brasilien einreisen sollte und welche internationalen Kreditkarten dort akzeptiert werden.
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Soll man nach Brasilien besser Dollar oder Euro mitbringen - oder sich auf die EC-Karte verlassen?

Dollar machen keinen Sinn, es sei denn man hat von einer anderen Reise noch welche übrig. Denn zuhause Euro in Dollar tauschen und dann in Südamerika wechseln wird doppelt teuer wegen der Gebühren, die jedes Mal anfallen. Euro werden heute meist genauso akzeptiert wie Dollar. Mit der EC-Karte oder Kreditkarte Bargeld abheben macht Sinn.

Manchmal ist es aber nicht einfach, einen Automaten zu finden mit dem notwendigen Maestro-Schild. Außerdem muss der auch noch Geld haben und nicht gerade wieder mal leer sein - was zum Beispiel an den Flughäfen öfter vorkommt. Auch gibt es in den Feriensiedlungen meist keine Geldautomaten und man muss zum schlechten Kurs an der Rezeption tauschen.

Sind Traveller-Schecks zu empfehlen?

Die sind nicht zu empfehlen. Die Wechselstuben und normalen Geschäftsbanken tauschen die nicht oder nur mit hohen Gebühren von zehn Prozent. Sonst können Reiseschecks nur umständlich in der staatlichen Banco do Brasil gewechselt werden. Das ist eine hochbürokratische Prozedur, die zwei bis drei Stunden dauert.

Werden internationale Kreditkarten generell akzeptiert?

Eigentlich schon. Man kann sogar kleine Beträge problemlos mit der Karte bezahlen. Manchmal kommt es jedoch vor, dass ein Restaurant oder eine Bar gerade mal eine Kreditkartenfirma nicht akzeptiert. Deswegen ist es immer sinnvoll, sich vorher zu vergewissern, dass die eigene Karte auch wirklich angenommen wird.

Werden Kreditkarten kopiert?

Derzeit werden weniger Kreditkarten geklont. Die meisten Läden, Hotels und Restaurant haben heute mobile Geräte und man muss seine Karte gar nicht aus der Hand geben. Es ist jedoch schon öfter vorgekommen, dass EC-Karten kopiert wurden an Geldautomaten, an denen viele Ausländer Geld abheben. Deswegen rate ich Touristen, die in Feriensiedlungen untergebracht sind und keinen großen Bargeldbedarf haben, nur eine kleine Summe in cash in einer Wechselstube zu tauschen. Am besten kleine Scheine geben lassen, sonst werden sie ihre großen Scheine nicht los. Wechselgeld ist in Brasilien selten. Außerdem sind von den 50-Real-Scheinen viele Blüten im Umlauf.

Alexander Busch
Alexander Busch
Handelsblatt / Korrespondent Südamerika

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