Worauf Anleger achten sollten
Anlage für die Ewigkeit

Der Kauf von Diamanten zu langfristigen Anlagezwecken erfordert ganz spezielle Kenntnisse. Die starke Nachfrage spricht für steigende Preise.

KAPSTADT/DÜSSELDORF. Rechteckig geschnittene Diamanten sind stark gefragt. Das gilt zumindest in den USA im Geschäft mit Verlobungsringen. Zu den Käufern zählen dem Vernehmen nach die Schauspielerinnen Ashley Judd, Brooke Shields und Reese Witherspoon. Allerdings werden sie kaum zu Anlagezwecken kaufen, sie lassen sich allein von der Mode leiten.

Diamanten haben seit mehr als 3 000 Jahren unter den Edelsteinen einen einzigartigen Stellenwert. Die fast 200 Kilometer im Erdinneren geformten Diamanten gelten als die weltweit härteste Substanz. Und glaubt man dem Werbeslogan des südafrikanischen Großproduzenten De Beers sind die edlen Steine gar unvergänglich.

Doch als Kapitalanlage ist bei Diamanten eine gewisse Vorsicht geboten. Wer die Steine zu Anlagezwecken erwirbt, darf nicht auf einen schnellen Gewinn hoffen. Obwohl die Preise für bestimmte Steinklassen angesichts der starken Nachfrage zuletzt zum Teil sogar prozentual zweistellig gestiegen sind, wird ein Privatanleger Gewinne in dieser Größenordnung schon deshalb kaum realisieren, weil die Handelsmargen in der Branche dafür zu hoch sind.

„Wenn Sie die Steine für 20 Jahre halten, wird ihr Preis steigen“, sagte der New Yorker Diamantenhändler Alan Bronstein der Nachrichtenagentur Bloomberg. Er sammelt bereits seit 27 Jahre die edlen Steine. „Aber man darf nicht kaufen und denken, dass man sie im nächsten Jahr mit Profit wieder verkaufen kann“, ergänzte Bronstein.

Auch Dieter Hahn von der Diamantschleiferei und -handlung Ph. Hahn Söhne in Idar-Oberstein rät von einem kurzfristigen, spekulativ begründeten Kauf von Diamanten kategorisch ab. „Doch für die langfristige Wertsicherung ist die Anlage in Diamanten zu empfehlen“, sagt Hahn – vor allem, wenn sie der Diversifikation des Vermögens diene. Bei den großen Steinen – zwei Karat und größer – erwarte die Branche zurzeit einen erheblichen Preisanstieg. Eine stärkere Nachfrage sei vor allem aus Asien feststellbar, beispielsweise aus Singapur, Hongkong und Tokio.

Nach Angaben des Marktführers De Beers sind die Diamantenverkäufe im vergangenen Jahr um mehr als fünf Prozent gestiegen. Immerhin ist die Nachfrage nach Diamanten damit so stark wie seit langem nicht mehr. Gleichzeitig erhöhte sich die Minenproduktion aber nur um ein Prozent. Auch die weiteren Aussichten bewertet der Konzern als „äußerst vielversprechend“, insbesondere bei den hochkarätigen Steinen.

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