Zusatzversicherung: Besser vorsorgen für den Ernstfall

Zusatzversicherung
Besser vorsorgen für den Ernstfall

Die Menschen werden immer älter und damit steigt auch die Zahl der Pflegebedürftigen. Doch das Thema Pflege vernachlässigen viele. Dabei dürfte das Ersparte in den wenigstens Fällen ausreichen. Wie man vorsorgt.

DüsseldorfDas Schicksal von Rudi Assauer bewegt die Republik. Der geistige Verfall eines Menschen, der noch vor nicht allzu langer Zeit fit wirkte, schockiert. Und er macht bewusst, wie schnell man auf die Hilfe angewiesen sein kann. Demenzkranke müssen betreut, später auch gepflegt werden.

Wer krank oder gar ein Pflegefall ist, will gut versorgt sein. Doch das ist teuer. „Die gesetzlichen Leistungen reichen heute schon nicht mehr aus“, sagt Christian Arns von der Debeka. „Die Menschen werden immer älter, damit gibt es auch immer mehr Pflegefälle. Das können die Sozialkassen gar nicht schultern.“ Bereits heute gebe es immer weniger Einzahler, aber immer mehr Pflegebedürftige. Tendenz steigend.

Wer in Deutschland krankenversichert ist, der muss auch das Risiko Pflege absichern. Nach dem Grundsatz „die Pflegeversicherung folgt der Krankenversicherung“ sind privat Versicherte in der privaten Pflegepflichtversicherung und gesetzlich Versicherte in der sozialen Pflegepflichtversicherung. Doch egal, ob privat oder gesetzlich – die Leistungen sind die gleichen. Für die stationäre, teilstationäre oder häusliche Pflege gibt es maximal 1550 Euro im Monat.

„Ein Heimplatz kostet im Schnitt 3266 Euro, da deckt die Pflegestufe III der gesetzlichen Versicherung gerade mal die Hälfte ab“, sagt Dirk Lullies vom Verband der privaten Krankenversicherung. Das Ersparte dürfte in den wenigsten Fällen ausreichen. „Jeder sollte eine private Pflegeversicherung haben, denn die gesetzliche Pflegepflichtversicherung bietet nur einen Teilkaskoschutz – sie ist gedeckelt“, so Lullis. Im Pflegefall klaffe immer eine finanzielle Lücke.

Zwar arbeitet die Regierungskoalition aktuell an einer Reform der Pflege – es soll mehr Geld geben – aber das ändert nichts daran, dass der Staat vom Betroffenen eine finanzielle Beteiligung erwartet. Kann der Pflegebedürftige dies nicht leisten, müssen seine Angehörigen einspringen, zur Not auch das Sozialamt.

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