30 Prozent der Deutschen ohne private Altersvorsorge
Verloren zwischen Riester und Rürup

Viele Bundesbürger blicken bei den neuen Modellen zur Altersvorsorge einfach nicht durch und verschenken viel Geld.

HB DÜSSELDORF. Erste Station: Bundesfinanzministerium. Die Eichel-Behörde hat zwar eine Broschüre zum Thema herausgebracht, verweist aber an das Arbeitsministerium unter Zuständigkeit des Kollegen Clement. Dort fühlt sich aber leider keiner so recht zuständig. Das sei doch die Sache von Sozialministerin Ulla Schmidt, heißt es dort. Im Sozialministerium wiederum weiß die Presseabteilung zumindest über Riester-Rente und Rürup-Rente und ihre Entstehungsgeschichten Bescheid. Was jedoch alles steuerlich geändert wurde, das möge doch bitte das Finanzministerium beantworten.

Herzlich willkommen in Berlin, auf der Dauerbaustelle der Sozialreformen. Schwierig ist die Materie offenbar schon für die Behörden. Die Bürger aber verstehen noch weniger und verschenken jede Menge Geld.

Eine ganze Serie von Reformprogrammen und neuen, steuerlich geförderten Produkten hat die Regierung Schröder auf den Weg gebracht. Und richtig Geld dafür ausgegeben. Rund 14 Milliarden Euro will der Staat bis zum Jahr 2009 jährlich locker machen, um die Eigenvorsorge der Bürger privat oder über den Betrieb zu fördern.

Als die Regierung Schröder 1998 antrat, waren gerade mal 500 Millionen Euro für die Förderung der privaten Eigenvorsorge im Bundeshaushalt vorgesehen. Eine der ersten Maßnahmen: Die Entwicklung der Riester-Rente, die schließlich 2001 auf den Weg gebracht wurde. Vertragliches Sparen, das mit staatlichen Zulagen und Steuergeschenken abhängig Beschäftigen den Aufbau einer privaten Zusatzrente erleichtern soll.

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