Abgeltungssteuer
Vorteile für Bondbesitzer

Die Abgeltungsteuer macht Zinspapiere gerade für gut verdienende Anleger attraktiver. Das dürfte Anleihen noch mehr in den Fokus der Investoren rücken lassen. Elf Fragen und Antworten zum Thema.

DÜSSELDORF. Schon im Vorfeld der Diskussionen um die Abgeltungsteuer gab es von Vertretern der Anleihebranche nur sehr wenig Kritik an den Plänen der Bundesregierung. Während die Lobbyisten für Aktien, Fonds und Zertifikate auf die Barrikaden gingen und zumindest hier und da noch Nachbesserungen durchsetzten, hatte die Anleihe-Lobby wenig Grund zur Klage. Künftig gibt es zwar weniger Möglichkeiten, mit gezielten Anleihekäufen Steuern zu sparen, dafür stehen Zinsanleger unter dem Strich nach der Einführung der Abgeltungsteuer generell besser da als jetzt.

Das gilt indes nur für die Anleger, die ihren Sparerfreibetrag ausgeschöpft haben und so viel verdienen, dass ihr persönlicher Grenzsteuersatz über dem künftigen Abgeltungsteuersatz von 25 Prozent liegt. Das ist dann der Fall, wenn das zu versteuernde Einkommen über 15 000 Euro (Ledige) beziehungsweise 30 000 Euro (Paare) liegt. Anleger, die weniger verdienen und deren individueller Steuersatz unter 25 Prozent liegt, können ihre Kapitaleinkünfte weiter mit den niedrigeren Sätzen besteuern lassen.

An der Höhe der steuerfrei zu veranschlagenden Einkünfte aus Kapitalvermögen ändert sich 2009 nichts, außer dass sie künftig Sparerpauschbetrag heißen. Dabei werden der aktuelle Sparerfreibetrag von 750 Euro für Ledige und 1 500 Euro für Verheiratete mit der Werbungskostenpauschale von 51 Euro pro Person zusammengelegt.

Die Werbungskostenpauschale ist seit 1993 unverändert, die Sparerfreibeträge wurden dagegen kontiniuierlich gesenkt. 1993 lagen sie noch bei umgerechnet 3 067,75 Euro für Singles und 6135,50 Euro für Paare. Ab 1. Januar 2009 können über den Werbungskostenbetrag hinausgehende Kosten wie zum Beispiel Kreditzinsen, Depotgebühren oder bei Aktionären auch Kosten für Reisen zu Hauptversammlungen nicht mehr steuerlich geltend gemacht werden.

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