Ablsöung der Verbindlichkeiten bei DHL und Airborne
Deutsche Post plant weitere Milliarden-Anleihe

Der Logistikkonzern Deutsche Post will das derzeit günstige Zinsniveau nutzen, um seine Verbindlichkleiten langfristig kostengünstiger zu refinanzieren und plant daher in den kommenden Wochen die Begebung einer weiteren Euro-Anleihe in Milliardenhöhe.

HB DÜSSELDORF. Der Bond mit einer Laufzeit von zehn bis 15 Jahren werde eine Größenordnung von bis zu einer Milliarde Euro haben, teilte die Post am Dienstag in Bonn mit. Die Gelder sollten für die langfristige Refinanzierung von Verbindlichkeiten des Konzerns eingesetzt werden. Die Aktie der Post legte am Morgen leicht um 0,12 % auf 16,93 € zu.

Ein Sprecher ergänzte, mit den Geldern sollten Verbindlichkeit bei der US-Neuerwerbung Airborne sowie bei DHL abgelöst werden. Insgesamt werde sich die Nettoverschuldung des Konzerns durch die Anleihe nicht erhöhen, hieß es in der Mitteilung der Post. Der Sprecher bekräftigte, Ende des Jahres würden die Nettofinanzschulden der Post unter drei Mrd. € liegen. Die Post hatte erst im September vergangenen Jahres ihren Kapitaldurst durch eine Anleihe gestillt.

Der Konzern habe die Kreditinstitute Barclays , Deutsche Bank und Morgan Stanley als Lead-Manager benannt. Die Transaktion werde in den kommenden Wochen interessierten Investoren vorgestellt werden, teilte die Post weiter mit. Im Anschluss daran werde die Festlegung der Konditionen und die Emission der Anleihe erfolgen.

Die Deutsche Post hatte im September 2002 eine Anleihe von 1,5 Mrd. € in zwei Tranchen begeben. Die Tranche mit fünfjähriger Laufzeit war dabei nominal mit 4,25 % (Kupon) verzinst worden. Die Tranche mit zehnjähriger Laufzeit hatte einen Kupon von 5,125 %. Wegen des großen Interesses der Anleger hatte die Post die Anleihe bei ihrem Bond-Debüt mit einem größeren Volumen als erwartet emittiert.

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