Absicherung der Refinanzierung: Karstadt-Quelle plant Hochzinsanleihe

Absicherung der Refinanzierung
Karstadt-Quelle plant Hochzinsanleihe

Angeblich verhandelt der finanziell angeschlagene Karstadt-Quelle-Konzern mit Hedge-Fonds über eine nachrangige Hochzins-Anleihe in Höhe von 400 Millionen Euro.

HB LONDON/DÜSSELDORF. Die Anleihe solle bis März ausgegeben werden, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag aus Unternehmens- und Bankenkreisen. „Es werden 400 Millionen Euro angepeilt“, hieß es. Die Zinsen lägen alles in allem bei 20 Prozent. „Das Unternehmen versucht aber, zwischen 15 und 20 Prozent auszuhandeln“, hieß es in Kreisen, die den Gläubigerbanken nahe stehen.

Ein Sprecher von Karstadt-Quelle wollte den Vorgang nicht kommentieren. Die Aktie reagierte am Freitag mit einem Kursverlust von rund 1,8 Prozent auf 8,62 Euro auf die Nachricht.

Der Essener Handelskonzern hatte bereits im Dezember angekündigt, zur Absicherung seiner Refinanzierung über ergänzende Finanzierungen zusätzlich zu einer Wandelanleihe über 170 Millionen Euro und der vollzogenen Kapitalerhöhung über 500 Millionen Euro zu verhandeln. Sonst drohe spätestens im Herbst 2005 eine neue Finanzierungslücke, hatte der Konzern eingeräumt.

Der Branchenanalyst Christian Bruns von Sal. Oppenheim sagte, bei einem Zinssatz von 15 bis 20 Prozent würden die Banken das Risiko bei KarstadtQuelle offenbar „extrem hoch“ sehen. „Das ist ein schlechtes Zeichen und ein Signal dafür, dass man offenbar nur schwer beim Verkauf der Assets vorankommt.“ Karstadt-Quelle solle bei solchen Konditionen darüber nachdenken, ob es nicht weitere Vermögensbestandteile auf die Verkaufsliste setze.

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