Absicherung gegen Stürme
Münchener Rück gibt Katastrophenbonds aus

In Angesicht immer höherer Schäden durch Naturkatastrophen geht die Münchener Rück neue Wege in der Risikoabsicherung: Der weltgrößte Rückversicherer platzierte am Kapitalmarkt so genannte "Katastrophenbonds".

HB MÜNCHEN. Die Anleihe über 110 Mill. Euro laufe bis 31. März 2009, teilte die Münchener Rück am Montag mit. Im Fall eines Jahrhundert-Sturms in Europa werde die Münchener Rück über den "Katastrophenbond" entlastet, da dieser dann die Rückzahlung kürze oder ausfallen lasse. Im Gegenzug sei die Verzinsung der Bonds relativ hoch. Sie liegt deutlich über den Zinsen, die deutsche Konzerne für ihre jüngst begebenen normalen Unternehmensanleihen zahlen.

Die Ausgabe der Anleihe ist Teil der Steuerung von Extremschäden-Risiken des Rückversicherers, der Risiken von Erstversicherern übernimmt. Einen Teil der Risiken geben auch Rückversicherer wiederum an andere Versicherer weiter. Eine andere Möglichkeit zur Begrenzung der Risiken ist die Ausgabe von Katastrophenbonds.

Die Rückzahlung der neuen Anleihe kann nach Firmenangaben abhängig von der Windstärke und den versicherten Werten in der betroffenen Gegend gekürzt werden. Ein dafür relevanter Sturm muss an fünf benachbarten Messstationen eine Windgeschwindigkeit von mehr als 97 Kilometern pro Stunde erreichen. Eine ähnliche Anleihe hatte die Münchener Rück bereits im Jahr 2000 ausgegeben, sie war 2003 ausgelaufen und zurückbezahlt worden.

Durch die Laufzeit der neuen Anleihe bis 2009 decke sie die saisonale Sturmaktivität von fast vier Jahren in Westeuropa ab, erklärte die Münchener Rück weiter. „Diese Transaktion ergänzt unser bestehendes Retrozessionsprogramm zur Absicherung gegen eines der Spitzenrisiken im Naturgefahren-Bereich und verbessert zu wirtschaftlich vorteilhaften Bedingungen den Schutz unseres Kapitals“, erklärte Vorstandsmitglied Thomas Blunck.

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