Abwicklungsgesellschaft
Heta-Anleihen fallen nach Insolvenzbericht

Die Abwicklungsgesellschaft Heta hat mit einer drohenden Insolvenz zu kämpfen und muss Kursverluste ihrer Anleihen einstecken. Das Bundesland Kärnten hat bei der ehemaligen Hypo Alpe Adria die absolute Macht.
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Anleihen der Abwicklungsgesellschaft Heta Asset Resolution AG haben Kursverluste erlitten, nachdem die österreichische Tageszeitung 'Der Standard' meldete, dass die Regierung in Wien daran denkt, die Abbaueinheit in Insolvenz gehen zu lassen.

Die Heta entstand bei der Aufspaltung der Hypo Group Alpe Adria AG in eine Gesellschaft, die das Bankengeschäft auf dem Balkan bündelte, sowie in eine „Bad Bank”. Nach offiziellen Angaben sind vom Bundesland Kärnten garantierte Anleihen im Volumen von rund elf Milliarden Euro im Umlauf.

Der Kurs der im Januar 2017 fälligen Zwei-Milliarden-Euro-Anleihe zu 4,375 Prozent gab um knapp zehn Cent je Euro nach auf 66,75 Cent je Euro Nominalwert ab und rentiert mittlerweile mit über 27 Prozent. Auch die 4,25-Prozent-Papiere mit Laufzeit bis Oktober 2016 sackten ab auf ein Rekordtief von 65,58 Cent je Euro Nominale.

„Es besteht die Möglichkeit einer vorzeitigen Insolvenz, und das bedeutet für die Anleihegläubiger das Risiko eines Schuldenschnitts”, sagte Robert Montague, leitender Analyst bei ECM Asset Management in London, die die Anleihe nicht hält. „Für Investoren wäre eine allmähliche Abwicklung die bevorzugte Option, und bis zu diesem Wochenende hatte es auch den Anschein, als ob sie daran arbeiteten.”

Ein Insolvenzantrag wäre für den österreichischen Staat möglicherweise die billigere Variante, schrieb der Standard unter Berufung auf eine nicht genannte Person aus dem Umkreis der Bankenaufsicht. Finanzminister Hans Jörg Schelling hatte am dritten Dezember erklärt, sein Ministerium werde seine Vorgehensweise gegenüber Heta überdenken, sobald eine neue Überprüfung der Aktiva abgeschlossen sei. Eine Sprecherin des Ministeriums sagte am Montag, die Haltung des Hauses habe sich nicht geändert. Nähere Einzelheiten nannte sie nicht.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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