Aktienmarkt
Verluste bei Europas Aktien setzen sich fort

Die Furcht vor den Folgen steigender Leitzinsen hat gestern die europäischen Aktienmärkte auf Talfahrt geschickt. Börsianer rechnen in Kürze mit weiteren Zinserhöhungen sowohl durch die Europäische Zentralbank (EZB) als auch durch die US-Notenbank Fed.

scc FRANKFURT. Der Deutsche Aktienindex (Dax) verlor am Mittwoch 1,15 Prozent auf 5 673 Punkte. Europaweit sackten Aktien auf den niedrigsten Stand seit über drei Wochen. Grund zur Panik sehen die meisten Experten trotzdem nicht. Vielmehr betrachten sie den Abwärtstrend, der seit der vergangenen Woche anhält und den Dax beispielsweise um rund 250 Punkte nach unten gezogen hat, als gesunde Konsolidierung. Schließlich ist der deutsche Leitindex seit Jahresanfang in der Spitze um rund neun Prozent gestiegen.

Die US-Börsen drehten dagegen im späten Handel leicht ins Plus. Gefragt waren vor allem defensive Werte wie Versorger- und Konsumaktien, beispielsweise Procter & Gamble oder Coca-Cola. Im Mittelpunkt des Handels stand die Erstnotiz der Börse selbst. Die New York Stock Exchange (Nyse) wurde nach der Übernahme der elektronischen Handelsplattform Archipelago zur Nyse Group Inc zum ersten Mal gehandelt und schnellte um mehr als 22 Prozent in die Höhe. Auf der Verliererseite waren dagegen Google, nachdem Goldman Sachs die Suchmaschine heruntergestuft hatte.

Im deutschen Handel zählten wie schon an den Vortagen die Finanzwerte zu den großen Verlierern. Besonders im Minus notierten Allianz, Commerzbank und die Münchener Rück. Daneben nahmen die Anleger bei Linde Gewinne mit. Die Aktie war in den vergangenen Tagen wegen der geplanten Übernahme der britischen BOC besonders gefragt. Deutlich stärker als die Marktschwergewichte im Dax verloren die Nebenwerte in MDax und TecDax. Sie hatten seit Jahresbeginn auch deutlich stärker gewonnen.

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