Aktueller Marktbericht: Inflationsängste lassen Renditen steigen

Aktueller Marktbericht
Inflationsängste lassen Renditen steigen

Anleger halten die Renditen der Staatsanleihen für zu niedrig angesichts der Zinsaussichten. Das hat am Dienstag bei Anleihen in Europa und den USA erneut für Kursverluste gesorgt.

FRANKFURT. Besonders in der Euro-Zone begrenzt die anziehende Inflation die Möglichkeiten für Zinssenkungen. Entsprechende Äußerungen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet vom Montag wirkten am Dienstag noch am Markt nach. Dazu kam ein unerwartetes Plus beim Auftragseingang für die Industrie in Deutschland. Steigende Aktienkurse sorgten zusätzlich für Druck auf die Anleihen. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten vier Basispunkte höher mit 4,16 Prozent. Für den Terminkontrakt Bund-Future ging es 34 Basispunkte abwärts auf 114,70 Prozent.

In den USA lag die Rendite der zehnjährigen Treasuries fünf Basispunkte höher bei 3,88 Prozent. Hier machte sich auch die Entspannung am Geldmarkt nach den Liquiditätsspritzen der Zentralbanken bemerkbar.

Am Primärmarkt haben die Niederlande und Österreich insgesamt 6,8 Mrd. Euro mit Fälligkeiten zwischen 2011 und 2019 beschafft, Großbritannien platzierte 2,25 Mrd. Pfund einer 2030 fälligen Anleihe. Außerdem begibt die KfW Bankengruppe eine zehnjährige Benchmarkanleihe über mindestens drei Mrd. Euro für die es bis zum Nachmittag Orders über mehr als 5 Mrd. Euro gab.

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