Alptraum für Anleger
Die schlechteste Anleihe der Welt

Anleihen von Unternehmen können riskanter sein als gedacht. So hat das Papier eines Bauunternehmens aus Mexiko rund 30 Prozent allein in einem Monat verloren. Doch noch immer hoffen die Investoren.
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New YorkDie Anleihe mit der schlechtesten Entwicklung weltweit kommt von Geo SAB. Nachdem das Bauunternehmen aus Mexiko jüngst keine Bilanzzahlen vorlegen konnte, verstärkten sich die Sorgen der Gläubiger, dass das Unternehmen seine Schulden nicht abbezahlen kann.

Geo-Papiere im Volumen von 400 Millionen Dollar mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2022 haben über die zurückliegenden vier Wochen rund 29 Prozent verloren. Das ist das höchste Minus unter den mehr als 6500 Unternehmensanleihen aus den Bereichen „Ramsch” und „Investment-Grade”, welche von Bloomberg News beobachtet werden. Berücksichtigt sind Papiere, bei denen es noch keinen Zahlungsausfall gibt.

Vergangenen Monat wurde der Handel von Geo-Aktien an der Börse von Mexiko ausgesetzt. Das Unternehmen erklärte am 25. Juli, die Frist zur Vorlage von Bilanzzahlen für das zweite Quartal nicht einhalten zu können. Geo begründete den Schritt damit, dass mehr Zeit gebraucht wird, um das Ausmaß der Aktiva-Verschlechterung zu prüfen.

Am 12. April war Geo das erste unter den drei führenden im Wohnungsbau tätigen mexikanischen Unternehmen gewesen, das die Einstellung von Beratern zur Restrukturierung von Verbindlichkeiten ankündigte. Das sorgte für Spekulationen, dass Gläubiger eine relativ gute Chance haben, Geld wiederzusehen.

„Alles basierte auf Hoffnung”, sagte Vermögensverwalter Carlos Legaspy von Insight Securities in einem Interview mit Bloomberg News. Das Unternehmen war bei anderen Anleihen im Volumen von 250 Millionen Dollar, die eine Laufzeit bis zum Jahr 2020 haben, bereits im Juli in Verzug geraten.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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