Analysten rechnen mit Korrektur in den USA
Atempause nach Rekordjagd am Rentenmarkt

Die zehnjährigen Bundesanleihen haben im Verlauf der vergangenen Woche neue historische Höchststände erreicht. Analysten gehen jetzt allerdings davon aus, dass die Rekordjagd am Rentenmarkt erst einmal unterbrochen wird.

HB FRANKFURT/M. Analysten gehen jetzt allerdings davon aus, dass die Rekordjagd am Rentenmarkt erst einmal unterbrochen wird. Zwar erwarten die Experten der DZ Bank von den in dieser Woche anstehenden Preisdaten für den Euroraum keine allzu starke Belastung für die europäischen Staatsanleihen. Allerdings rechnen sie auch mit negativen Vorgaben aus den USA, und die dürften auch in Europa für fallende Kurse sorgen.

In den USA hatten die Notierungen am Rentenmarkt zuletzt deutlich zugelegt, da die Anleger hofften, die US-Notenbank werde ihren Zinserhöhungszyklus wegen der verheerenden Schäden durch den Hurrikan „Katrina“ unterbrechen. Die jüngsten Aussagen von Mitgliedern des Offenmarktausschusses der Federal Reserve hätten allerdings keine Hinweise auf eine Unterbrechung der „moderaten Zinserhöhungen“ gegeben, sagte ein Händler. Derzeit haben die Anleger über den Terminmarkt wieder zu 80 Prozent eine Anhebung der Leitzinsen um 25 Basispunkte beim nächsten Treffen des Offenmarktausschusses eingepreist.

Diese Woche wird in den Vereinigten Staaten ganz im Zeichen der Preisdaten stehen. Nach Einschätzung der DZ-Bank-Experten ist der fulminante Anstieg der Ölpreise in den Erwartungen der Marktteilnehmer noch immer nicht vollständig enthalten. Deshalb rechnen die Experten mit einer Enttäuschung, wenn am Dienstag die Erzeugerpreise und am Donnerstag die Verbraucherpreise für den Monat August veröffentlicht werden. Die Folge dürfte eine „fortdauernde Korrektur“ am amerikanischen Rentenmarkt sein.

Vor dem Wochenende notierten zehnjährige US-Staatsanleihen unverändert bei 100-31/32 und rentieren mit 4,13 Prozent. Der Longbond stieg um 12/32 auf 114-26/32, die Rendite lag bei 4,40 Prozent.

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