Andrew Bosomworth im Interview
„Wir sind gerade auf der Kippe“

An den Börsen geht es wieder mal turbulent zu. Im Interview erklärt Andrew Bosomworth von Pimco, warum er sich weniger Sorgen um die Schwellenländer macht, sondern um Europa. Die erkaufte Stabilität währe nicht ewig.
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Herr Bosomworth, Investoren ziehen massiv Kapital aus den Schwellenländern ab. Müssen wir uns Sorgen machen?
Nein, aber wir müssen genauer unterscheiden. Die Probleme in Ländern wie Argentinien oder der Türkei sind hauptsächlich hausgemacht. Sie sind in den vergangenen Jahren nur überdeckt worden, weil durch die lockere Geldpolitik in den USA genug Liquidität in der Welt vorhanden war. Wenn die Fed nun die Liquidität zurückfahren sollte, dann müssen wir uns fragen, welche Länder damit besser klar kommen und welche nicht.

Welche kommen nicht klar?
Die Länder, die stark von ausländischem Kapital abhängig sind. Das gilt zum Beispiel für die Türkei, die sowohl ein Haushaltsdefizit als auch ein Leistungsbilanzdefizit verzeichnet. Daneben wären in jeweils unterschiedlichem Ausmaß Südafrika, Argentinien, die Ukraine oder Indonesien zu nennen. 

Warum kommt es gerade jetzt zu einer solchen Kapitalflucht?
In den vergangenen Jahren ist viel Kapital in die Schwellenländer geflossen, weil dort die Zinsen höher waren als in den Industrieländern. Jetzt gehen viele Anleger davon aus, dass sie künftig höhere Zinsen für US-Staatsanleihen erhalten. Deshalb legen sie ihr Geld wieder in den USA an – die Kapitalströme kehren sich um. Das ist der übliche Herdentrieb.

Rechnen Sie damit, dass die Kapitalabflüsse aus manchen Schwellenländern noch zunehmen?
Das kann schon passieren. Ich rechne aber nicht mit einer tiefgreifenden Krise in den Schwellenländern.

Was bedeutet das für Sie als Investor?
Wir sind zum Glück in den meisten Strategien nicht betroffen, abgesehen von speziellen Schwellenländer-Fonds. Daher können wir uns die Lage mit aller Ruhe anschauen.

Wann wird die Türkei wieder attraktiv für Investoren?
Es wäre gefährlich, jetzt zuzugreifen. Aus meiner Sicht handelt es sich um ein fallendes Messer. Aber wir schauen uns das natürlich genau an. Ich bin davon überzeugt, dass es Gelegenheiten geben wird, günstig zu kaufen. Attraktivität ist immer eine Frage des Preises. Auch eine Ramschanleihe kann attraktiv werden, wenn der Preis stimmt. 

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  • Teil III
    Nur ein Reset im Finanzbetrugssystem, einem Trennbankensystem, die Geldschöpfung zurück in staatliche Hände und in Europa die Wiedereinführung der Landeswährungen kann die westl. Ind.staaten vor einem jahrzehntelangem Siechtum mit inner Unruhen und Bürgerkriegen vielleicht noch verhindern.
    Und natürlich wieder die Mauer aufbauen, das gehört auch zum Sanierungsplan. So wird da ein Schuh daraus.

  • Teil II
    Und für diese paar Leuchttürme waren 2000 Milliarden Euro nötig? Zum Vergleich: Nach dem 2.WK erhielt die BRD umgerechnet auf die heutige Kaufkraft ca. 80 Milliarden. Euro, um das Wirtschaftswunder Made in Germany aus den Ruinen des 2.WK aufzubauen.

    Wenn nun die selben Fehler auf Europaebene fortgeführt und nicht aus den immer noch fortwährenden Fehlern der Wiedervereinigung gelernt wird, dann kann man sich an den 5 Fingern abzählen, wohin das alles führt: ins Chaos, wo die Vermögen Deutschlands verschleudert werden, die mit viel Fleiß und noch mehr Entbehrungen nach dem 2.WK erschaffen wurden. Doch vielleicht ist genau dies das Ziel der „Guillaumes“ in unserer Regierung:
    Deutschland ist ein Problem, weil die Deutschen fleißiger, disziplinierter und begabter als der Rest Europas (und der Welt) sind. Das wird immer wieder zu Ungleichgewichten führen.
    Dem kann aber gegengesteuert werden, indem so viel Geld wie nur möglich aus Deutschland herausgeleitet wird. Es ist vollkommen egal wofür, es kann auch radikal verschwendet werden “ Hauptsache, die Deutschen haben es nicht. Schon ist die Welt gerettet. Zitat von unserem Taxi-Fahrer Joschka Fischer anno 2008 in den USA.

    Diese Krise betrifft nicht nur Europa, sondern fast alle westl. Ind.staaten, ausgelöst vom größten Betrug in der Geschichte der Menschheit.
    „Nicht wir Politiker machen die Politik, wir sind nur die Ausführenden. Was in der Politik geschieht, diktieren die internationalen Großkonzerne und Banken“.
    Johannes Rau (*16.01.1931-†27.01.2006), ehem. Bundespräsident

    Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden. - Horst Seehofer, CSU

    Prof. Schachtschneider: "Herr Schäuble macht eine Politik zum Schaden Deutschlands. Die Politik vertritt nicht mehr die Interessen der Bürger sondern verbeugt sich vor den internationalen Finanzmächten. Es ist daher Zeit für Widerstand.

  • @Wirtschaft
    „Die Menschen wollten diese Wiedervereinigung haben“
    Auf dieser Behauptung ist Ihr Kommentar aufgebaut und deswegen falsch. Aber an dem Beispiel Wiedervereinigung kann man die Probleme am besten erklären. Das ist richtig.

    Die OST-Bürger wollten die D-Mark und Reisefreiheit – aber keine Wiedervereinigung. Ein solcher Weihnachtswunsch ist unmöglich. Und nur ein kleiner Teil der WEST-Bürger, die Leute, die nicht 1+1 zusammenzählen konnten, waren auch dafür. Die Wiedervereinigung wird aus der Portokasse bezahlt usw. Die damals „veranschlagten“ Milliarden reichten nicht mal, um das marode Schienennetz in Stand zu setzen.

    Otto Pöhl, der damalige Bundesbankpräsident ist sogar wegen der D-Mark Einführung in der DDR zurückgetreten. Waigel meinte, dass eine 5:1 oder 4:1 Währungsumstellung vielleicht machbar wäre.
    Aber Helmut´s Gier nach Wählerstimmen und Machterhalt hat mit der 1:1 Umstellung beide Deutsche Staaten ins Chaos gestürzt. Das selbe erleben wir gerade mit dem Euro.
    Bereits am 10.07.1990 waren 80% der DDR-Betriebe zahlungsunfähig und konnten nur noch mit staatlichen Überbrückungskrediten die Löhne auszahlen. Sämtliche Absatzmärkte gen Osten sind durch die 1:1 Umstellung weggebrochen, die Lohnstückkosten hatten sich vervielfacht.
    Helmut´s Gier zum Machterhalt stürzte die DDR ins vorprogrammierte Chaos und die BRD in eine immer noch andauernde Subventionspolitik, zum Goldesel degradiert. Genau das selbe blüht uns jetzt mit Europa.
    Bisher hat uns der DDR-Spaß über 2000 Milliarden Euro gekostet und die Arbeitslosigkeit, (ohne die ganzen Tricks) auf nur 15% senken können. Ganze Landstriche wurden im Osten entvölkert und mit Ballungszentren wie Leipzig und Dresden entstanden Luxusstädte, wo im Westen gerade mal München mithalten kann.

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