Angebot Argentiniens läuft am 25. Februar aus
Deutsche Bank rät zum Umtausch von Anleihen

Die Deutsche Bank rät den Besitzern argentinischer Anleihen überraschend, das am 25. Februar auslaufende Umtauschangebot Argentiniens anzunehmen und nicht auf bessere Offerten zu hoffen. Vertreter geschädigter Anleger und die Experten anderer Banken sehen das allerdings anders.

ang/egl BERLIN/BUENOS AIRES. Argentinien hatte Ende 2001 den Schuldendienst auf Anleihen im Wert von rund 80 Mrd. Dollar eingestellt. Betroffen waren davon viele Anleihekäufer in Europa. Allein deutsche Anleger sollen Titel im Nennwert von über zehn Mrd. Dollar halten. Erst drei Jahre später legte das Land seinen Gläubigern ein Angebot zum Umtausch der alten Anleihen in neue Bonds vor. Doch dieses Angebot beinhaltet einen Verlust von zwei Drittel des Wertes der jeweiligen Anleihen.

In ihrer Analyse der Wahlmöglichkeiten werden Marc Balston, Piero Ghezzi und Ludan Liu vom Londoner Global Markets Research-Team der Deutschen Bank sehr konkret: Der in argentinischen Peso emittierte Discount-Bond verspricht nach ihrer Meinung eine höhere Wertigkeit als Anleihen, die in US-Dollar oder Euro emittiert werden. Allerdings dürften die mit dem Umtausch in Peso-Anleihen verbundenen künftigen Risiken wie die Gefahr künftiger Kapitalverkehrskontrollen nicht übersehen werden. Für diese Bonds sollten sich deshalb „nur solche Investoren entscheiden, die die Risiken klar verstehen und einordnen können“, heißt es bei der Deutschen Bank.

Was die Teilnahme der geschädigten Anleger an der Umschuldung angeht, gibt sich die Deutsche Bank ebenso wie die meisten Analysten mittlerweile zuversichtlich: Sie gehe davon aus, dass 70 bis 80 Prozent der Anleger teilnehmen.

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