Anlagestrategien in Zeiten steigender Preise
Anleihen mit Absicherung gefragt

Anleihen, die vor Inflation schützen, sind bei Anlegern beliebt. Der Markt für solche "Inflation Linked Bonds" hat laut Barclays Capital inzwischen ein Volumen von 1,5 Billionen Dollar. Für Investoren bieten die Papiere einige interessante Vorteile.

FRANKFURT.Die Inflation ist der Schrecken aller Anleiheinvestoren, weil sie an den ohnehin mageren Renditen zehrt. Bei der zuletzt auf vier Prozent gestiegenen Teuerungsrate im Euro-Raum bleibt zum Beispiel von der Rendite von 4,4 Prozent der zehnjährigen Bundesanleihen nicht viel übrig. In diesem Umfeld sind Anleihen, die vor Inflation schützen, bei Anlegern besonders beliebt.

Neue Anleihen mit Inflationsschutz - in der Fachsprache Inflation Linked Bonds oder kurz Linker genannt - sind regelmäßig deutlich überzeichnet. Der Markt hat laut Barclays Capital ein Volumen von 1,5 Bill. Dollar. Fondsgesellschaften wie Union Investment mischen zunehmend ihren Rentenfonds inflationsgeschützte Anleihen bei. Der Absicherungsschutz ist laut Analysten inzwischen aber teuer geworden.

Linker haben niedrigere Zinsscheine als herkömmliche Anleihen. Dafür werden die Kupons und der Rückzahlungswert an bestimmte Inflationsraten angepasst. Der Kauf lohnt sich für die Anleger, die Papiere bis zur Fälligkeit halten, dann, wenn die tatsächliche Inflationsrate über die gesamte Laufzeit der Bonds höher ist als die sogenannte Break-Even-Rendite. Sie bezeichnet den Renditeabstand zwischen herkömmlichen und inflationsindexierten Anleihen.

Die Break-Even-Renditen im Euro-Raum sind in diesem Jahr von 2,2 auf 2,6 Prozent gestiegen. Die Europäische Zentralbank geht davon aus, dass die Verbraucherpreise im Euro-Raum in diesem Jahr insgesamt um 3,4 Prozent anziehen werden. Für das kommende Jahr rechnet sie aber mit einem Rückgang auf 2,4 Prozent. Das Ziel der Notenbanker liegt bei knapp zwei Prozent. cü

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