Anleger
EIB bietet Privaten Inflationsanleihen

Die Europäische Investitionsbank (EIB) bringt einen Milliardenbond an den Markt. Die Anleihe der EIB lohnt sich vor allem für Anleger, die mit einem deutlichen Preisanstieg rechnen.

cü FRANKFURT. Die Europäische Investitionsbank (EIB) bietet ab kommenden Montag eine zehnjährige Anleihe über eine Mrd. Euro an, deren Zins und Rückzahlungsrate an die Inflation angepasst werden. Dabei betritt die Bank Neuland, weil sich die Anleihe vor allem an Privatanleger im Euro-Raum richten wird. Auch die Bundesrepublik Deutschland will im kommenden Jahr inflationsgeschützte Anleihen speziell für Privatanleger begeben.

Neu an der Anleihe ist auch, dass sie zeitgleich in allen Ländern der Euro-Zone angeboten wird. Damit nutzt die EIB als erster Emittent umfassend den so genannten EU-Pass, der es unter der neuen EU-Prospektrichtlinie ermöglicht, mit nur einem Börsenprospekt Wertpapiere länderübergreifend zu begeben.

Der EIB-Bond verzinst sich im ersten Jahr fest mit fünf Prozent, danach beträgt der Zinssatz das 1,48fache des jährlichen europäischen Verbraucherpreisindexes. Mit dieser Verzinsung unterscheidet sich die EIB-Anleihe von anderen inflationsgeschützten Bonds. So bietet die im März platzierte erste inflationsindexierte Bundesanleihe über die Laufzeit von zehn Jahren einen festen Kupon von 1,5 Prozent und zahlt darauf den Inflationsausgleich.

Die Anleihe der EIB lohnt sich vor allem für Anleger, die mit einem deutlichen Preisanstieg rechnen. Bei maßvoller Teuerung bietet die Bundesanleihe einen höheren Realzins, wenn man von der hohen festen Verzinsung des EIB-Bonds im ersten Jahr absieht.

Die federführende Emissionsbank ist Merrill Lynch. Daneben sind zwölf Banken mit Fokus auf dem Privatkundengeschäft als Co-Lead-Manager im Boot, in Deutschland ist es die DZ Bank. Die Zeichnungsfrist läuft bis zum 17. Juli.

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