Anleihe-Auktion
EFSF kommt günstig an frisches Geld

Der Euro-Rettungsfonds EFSF hat erneut beim Schuldenmachen Geld verdient. Er sammelte am Dienstag bei einer Auktion von Geldmarktpapieren mit einer Laufzeit von drei Monaten knapp zwei Milliarden Euro ein.
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FrankfurtDie Anleger begnügten sich mit einer durchschnittlichen Rendite von minus 0,0433 Prozent, mussten also faktisch eine Prämie zahlen dafür, dass sie dem Fonds ihr Geld anvertrauen. Im September lag die Rendite bei minus 0,045 Prozent. Das Interesse an den Wertpapieren ließ etwas nach: Die Auktion war 2,8-fach überzeichnet, nachdem die Nachfrage das Angebot zuletzt um das 3,0-Fache übertroffen hatte. Der EFSF wurde im Frühsommer 2010 aus der Taufe gehoben. Er soll Euro-Länder wie Irland und Portugal mit Krediten versorgen, die weitgehend vom Kapitalmarkt abgeschnitten sind oder nur zu untragbar hohen Zinsen Geld bekommen. Papiere des EFSF werden von den großen Ratingagenturen mit sehr guter Bonität bewertet und gelten als ausfallsicher. In der Schuldenkrise meiden viele Investoren risikoreiche Anlagen und verzichten damit auf höhere Renditen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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