Anleihe-Auktion
Italien nimmt 17 Milliarden Euro ein

Zehn Milliarden Euro wollte Italien mit seiner Anleihe-Auktion einnehmen, 17 Milliarden sind es geworden. Trotz der unsicheren politischen Situation griffen Kleinsparer wie institutionelle Anleger kräftig zu.
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MailandDie italienische Regierung hat trotz der unsicheren politischen Lage mit inflationsgesicherten Anleihen in nur zwei Tagen 17 Milliarden Euro eingenommen. Die Nachfrage war so groß, dass das Finanzministerium die Emission zwei Tage früher als geplant beendete. Die Regierung hatte nach Angaben der Schuldenagentur nur mit Einnahmen von zehn Milliarden Euro gerechnet. Die inflationsgeschützten Papiere, die unter dem Namen BTP Italia vermarktet werden, richten sich vor allem an Kleinsparer. Händler berichteten aber, dass auch institutionelle Anleger wie Pensionsfonds oder Vermögensverwalter wegen der attraktiven Konditionen zugegriffen hätten. Garantiert ist ein Zinssatz von 2,25 Prozent.

Die Chefin der Schuldenagentur, Maria Cannata, wertete die Ausgabe der Anleihen am Dienstag als Vertrauensbeweis. Die Italiener könnten den Kopf nicht in den Sand stecken, sagte sie. Nach den Parlamentswahlen im Februar ist keine neue Regierung zustande gekommen, weil kein politisches Bündnis eine klare Mehrheit erzielen konnte.

Italien will sich in diesem Jahr mehr Geld von Investoren leihen als ursprünglich geplant. Wie Cannata in einem Reuters-Interview sagte, soll die Bruttoschuldenaufnahme 450 Milliarden Euro betragen. Bislang galt ein Ziel von 415 Milliarden Euro. Hintergrund ist ein Versprechen der Regierung, bei Firmen ausstehende Zahlungen von 40 Milliarden Euro zu begleichen. Wegen der Rezession ist zudem das Haushaltsdefizit größer als angenommen. Bei der Ausgabe der Anleihen hofft die Schuldenagentur besonders auf asiatische Anleger.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Anleihe-Auktion: Italien nimmt 17 Milliarden Euro ein"

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  • Murksel und Peer Steinreich, die fast alleinstehenden Alternativen für garantierte Enteignung der Deutschen werden nach der Wahl im Herbst endlich die "dringend notwendigen" Eurobonds einführen.

    Dazu wird selbstverständlich die Banken-Union mit der europäischen Einlagensicherung kommen.
    (Bürger, räumt Eure Konten vorher!)

    Der Italiener, der unsere Murksel als Nazi-Schwein verunglimpft, hat überhaupt keine Ahnung, welche Helfershelfer der notleidende ital. Staat in unserem Palaverment der Politnieten sitzen hat.

    So kann der Pleitegeier im Süden unbegrenzt weitere Schulden machen und wird dafür auch noch gefeiert.
    Goldmann-Draghi sei Dank!

    Mein Gott, ist denn die ganze Welt nur von Idioten bevölkert?

  • Da wird auch Eurobonds gewettet....
    Mal gut das die EZB in GoldmanSachs und Draghi Händen ist, so wird die Rechnung aufgehen

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