Anleihe-Auktion
Italien vertraut auf den „Draghi-Effekt“

Die Zinsen italienischer Anleihen steigen. Die Wirkung des EZB-Kaufprogramms scheint nachzulassen. Die Chefin der italienischen Schuldenagentur will davon nichts wissen und beteuert: „Der Draghi-Effekt wird anhalten“.
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Rom / Frankfurt Die beruhigende Wirkung des neuen Anleihekaufprogramms der Europäischen Zentralbank (EZB) scheint sich weiter abzuschwächen: Das Euro-Krisenland Italien musste bei einer Versteigerung von Geldmarktpapieren mit einer Laufzeit von einem Jahr einen höheren Zinssatz akzeptieren, wie aus Zahlen der nationalen Notenbank in Rom hervorgeht. Die durchschnittliche Rendite stieg demnach von 1,69 Prozent bei einer Auktion Mitte September auf 1,94 Prozent.

Die Nachfrage nach den neuen Papieren war aber robust und spülte den Angaben zufolge 8,0 Milliarden Euro in die Staatskasse. Wie die Notenbank weiter mitteilte, lag die Überzeichnung bei 1,77 nach zuletzt 1,65 Mitte September. Eine stärkere Nachfrage zeigte sich hingegen bei der Versteigerung von Geldmarktpapieren mit einer Laufzeit von drei Monaten. Hier stieg die Überzeichnung den Angaben zufolge von 2,25 im vergangenen Monat auf aktuell 2,79. Auch hier stieg der Zinssatz von zuvor 0,70 Prozent auf 0,77 Prozent. Diese Versteigerung spülte weitere drei Milliarden Euro in die Staatskasse.

Im kommenden Jahr werde der Nettofinanzierungsbedarf von Italien um 20 Milliarden Euro sinken, teilte die Leiterin der italienischen Schuldenverwaltung, Maria Cannata, in einem Interview mit Bloomberg News mit. Zudem werde erwogen eine neue Benchmark-Anleihe mit 30-jähriger Laufzeit aufzulegen, sollte sich die Nachfrage weiter verbessern. Insgesamt werden 2013 Anleihen im Volumen von 115 Mrd. Euro fällig, 40 Mrd. Euro weniger als in diesem Jahr. “Das kommende Jahr wird sicherlich weniger stressig als dieses, weil die Fälligkeiten sich besser auf das Jahr verteilen”, sagte Cannata.

Besorgnis der Investoren, ob Italien in der Lage ist, seine Staatsverschuldung in Höhe von 1,9 Billionen Euro zu bewältigen, hatte die Rendite zehnjähriger Italien-Anleihen vergangenes Jahr bis auf sieben Prozent getrieben. Italien hat die zweithöchste Staatsverschuldung innerhalb der Eurozone.

Zusicherungen von der Europäischer Union und Mario Draghi, dem Präsidenten der Europäische Zentralbank, Staatsanleihen angeschlagener Länder wie Italien aufzukaufen, haben inzwischen dazu beigetragen, die italienische Rendite auf ein Niveau zu drücken, das Cannata als tragfähig bezeichnet.

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Italien vertraut auf den „Draghi-Effekt“

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"Der Effekt wird noch anhalten"

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Auch Kleinanleger sollen ran

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  • Machen wir uns nichts vor. Der Markt hat bislang JEDE Rettungsaktion kassiert. Der Markt ist nicht politisch, er korrigiert aber die Politik. Markt basiert auf Vertrauen, während Politik Macht braucht. Ohne Vertrauen kann die Politik aber nicht Marktakteur sein, tritt durch falsches Handeln Macht an den Markt ab. Smith frißt Keynes, Marktwirtschaft frißt Sozialismus. Letztendlich fühle ich mich durch den Markt mehr vertreten als durch die gewählten Volksvertreter und ihre Untergebenen in der EZB.

  • Irgendwann wird der von der Dame viel beschworene Draghi- Effekt nachlassen, und dann bleibt zu hoffen, dass sich Italien bis dahin wieder hinreichend stabilisiert hat.
    Welcher besonders Kühne aber eine 15-jährige oder gar 30-jährige italienische Staatsanleihe zeichnen soll, bleibt mir ein Rätsel. Angesichts des nach wie vor hohen Risikos des Scheitern des Euros, würde ich mich das noch nicht einmal bei einer langlaufenden deutschen Staatsanleihe trauen.

  • Die usa werden weder basel III einführen, noch hat man dort basel II umgesetzt. Gb wird sich daran orientieren und nicht an den Irren, die in Europa das Sagen haben.

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