Anleihe-Auktionen
Irland und Italien holen sich Milliarden

Zum ersten Mal seit 2010 platzieren die Iren eine zehnjährige Anleihe. Die Nachfrage ist hoch. Auch Italien platziert Anleihen erfolgreich bei Investoren. Doch die Märkte reagieren darauf mit Ernüchterung.
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Dublin, FrankfurtItalien und Irland haben sich ungeachtet ihrer wirtschaftlichen Probleme Milliarden auf dem Anleihenmarkt gesichert. Erstmals seit der Rettung vor der Staatspleite zapft Irland wieder den Kapitalmarkt an. Die Gebote der Anleger summierten sich auf mehr als sieben Milliarden Euro, teilten die Konsortialbanken am Mittwoch mit. Auch Italien hat erfolgreich Anleihen versteigert.

„Das Geschäft lässt sich gut an“, sagte ein Banker der Nachrichtenagentur Reuters zur Versteigerung der irischen Anleihen. Der Risikoaufschlag im Vergleich zur richtungsweisenden zehnjährigen Bundesanleihe soll bei 2,45 Prozentpunkten liegen. Zunächst waren 2,50 Prozent anvisiert worden.

Die Platzierung erfolgt bei einer öffentlichen Auktion, bei der institutionelle Investoren zugreifen können. Bei einer sogenannten Syndizierung übernehmen einzelne Banken den Begebungsprozess. Laut NTMA handelt es sich um die britischen Finanzinstitute Barclays und HSBC, die Investmentbanken Goldman Sachs und Nomura, die dänische Bank Danske Bank und das irische Institut Davy.

Das Hilfsprogramm Irlands über 67,5 Milliarden Euro läuft noch bis Ende des Jahres. Danach soll sich das Land wieder komplett selbstständig refinanzieren. In den letzten Monaten war es Irland mehrfach gelungen, Staatsanleihen kürzerer Laufzeit am Markt zu platzieren. Im freien Handel sind die Risikoaufschläge irischer Schuldtitel in den vergangenen eineinhalb Jahren massiv gefallen. Ein Grund ist der stetige Reform- und Sparkurs des Landes. Irland gilt als „Musterknabe“ unter den Euro-Krisenländern.

Irland könnte in der Tat das Hilfsprogramm von EU und IWF jederzeit verlassen, wenn das Land dies wünscht“, sagte Holger Schmieding, Chefvolkswirt bei Berenberg Bank. „Ich denke, Irland braucht derzeit kein zusätzliches Geld. Es braucht auch keine längeren Fälligkeiten für ausstehende öffentliche Darlehen. Was Irland braucht, ist die implizite EZB-Zusage, Länder zu stützen, die die offiziellen Hilfsprogrammen verlassen“, ergänzte Schmieding.

Die Regierung in Dublin geht für 2013 von einem Wirtschaftswachstum auf der grünen Insel von 1,5 Prozent aus. Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte am 11. Februar den Ausblick für Irlands „BBB+“-Rating von negativ auf stabil angehoben. Die Ratingagentur Moody's stuft Irland mit „Ba1“ ein.

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„Etwas enttäuschende Auktion“ in Italien

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  • Wovon träumen Sie eigentlich nachts ?

    Niemand wird sich von irgenwas verabschieden, zumindest keine legitim gewählte Partei.

    Selbst wenn die ominöse "Alternative für Deutschland Partei" auch nur annähernd 20% bekommen sollte werden die internationalen Fiskalmärkte reagieren, da Deutschland als Stabilitätsgarant eben nicht mehr stabil ist - und allein deshalb und dadurch wird die Eurozone komplett implodieren.

    Da wird gar nichts mehr abgewählt, oder verändert.

    Allein ein gutes Wahlergebnis der AfD würde die Bombe platzen lassen und der Supergau wäre Realität.

  • @jamie dimon
    Der beitrag den Sie zitieren wurde zensiert. Fragt sich, warum.

  • Das kann diese Eurosionszone spätestens im Herbst 2012
    gerne allein durchziehen wenn sich die BRD mit der AfD
    - Alternative für Deutschland - von diesem Pleitezir-
    kus verabschieden wird! Island hat das im kleineren
    Maßstab vorgemacht, und das funktioniert!

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