Anleihe-Emission
Portugal muss sich teuer refinanzieren

Der Kapitalmarkt nimmt Anleihen aus den europäischen Krisenstaaten weiter bereitwillig auf. Portugal traf mit zwei Bonds auf ausreichend Nachfrage. Die Renditen zogen allerdings deutlich an und erreichten Rekordwerte.
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HB LISSABON. Das hochverschuldete Portugal hat zwar noch Kredit, muss für seine Staatsanleihen aber so hohe Zinsen versprechen wie noch nie seit der Einführung des Euro. Das ärmste Land Westeuropas brachte am Mittwoch Staatsanleihen im Volumen von 750 Millionen Euro an die Investoren. Die Zinsen für die zehnjährige Schuldverschreibung lagen bei 6,2 Prozent, für Papiere mit vier Jahren Laufzeit bei 4,7 Prozent. Das sind jeweils 1,1 Prozentpunkte mehr als im Monat zuvor, wie die staatliche Schuldenverwaltung mitteilte.

Als gute Nachricht wurde gewertet, dass die Nachfrage fast fünf Mal so hoch war wie das Angebot an Schuldpapieren. Portugals Staatsverschuldung lag Ende 2009 bei 109 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die Neuverschuldung im Haushalt lag bei 9,3 Prozent des BIP und damit deutlich über der in der Europäischen Währungsunion gesetzten Grenze von drei Prozent. Sparmaßnahmen sollen die Neuverschuldung in diesem Jahr auf 7,3 Prozent und im nächsten Jahr auf 4,3 Prozent drücken.

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