Anleihe-Märkte
Staatsanleihen geraten unter Druck

Positive Überraschungen bei den Zahlen für das Wirtschaftswachstum im Euroraum haben gestern die Kurse der europäischen Staatsanleihen belastet. In den insgesamt 13 Ländern wuchs die Wirtschaft im ersten Quartal um 0,6 Prozent und damit stärker als erwartet.

HB FRANKFURT. Über den Prognosen lag auch die Steigerungsrate für das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland. Die Rendite der Bundesanleihe zog daraufhin deutlich auf 4,29 Prozent an. Im Gegenzug fiel der Kurs des Bund-Futures – des Terminkontrakts auf lang laufende Bundesanleihen – um 0,17 Prozentpunkte auf 113,08 Prozent. In den USA sorgten die neuen Zahlen zu den Verbraucherpreisen (siehe Devisen) für einen Renditerückgang. Zehnjährige US-Treasuries rentierten am Nachmittag bei 4,68 Prozent etwas niedriger als am Vortag.

Eine Reihe von Neuigkeiten gab es am Primärmarkt. Italien kam mit einer fünfjährigen Anleihe im Volumen von drei Mrd. Euro an den Markt. Ferner beschaffte das Land 2,5 Mrd. Euro über einen 15-jährigen Bond. Beide Emissionen waren mehr als 1,5-fach überzeichnet. Der Ölkonzern Royal Dutch Shell begab über seine Finanzierungstochter eine Anleihe über 1,5 Mrd. Euro. Außerdem plant der Einzelhändler Metro laut Konsortialkreisen eine Euro-Anleihe. Die Emission soll ein Volumen von 500 Mill. Euro haben, hieß es.

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