Anleihe-Spreads: Sorgen um Irland kommen mit Macht zurück

Anleihe-Spreads
Sorgen um Irland kommen mit Macht zurück

Die Erleichterung über die positiv verlaufene Anleiheemission Irlands hielt nur zwei Tage. Neue Sorgen um die Banken des Landes und Befürchtungen, dass Gläubiger Einbußen hinnehmen müssen, sorgen für einen neuen Einbruch. Der Renditeabstand irischer Staatsanleihen zu deutschen Bundesanleihen erreicht ein neues Rekordhoch
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HB FRANKFURT. Spekulationen über Einbußen für Gläubiger der verstaatlichten Anglo Irish Bank haben am Donnerstag die Risiko-Aufschläge für irische Staatsanleihen auf ein Rekordhoch getrieben. Oliver Whelan, der Chef der irischen Finanzagentur, hatte es zuvor abgelehnt, Haltern nachrangiger Anleihen des Kreditinstitutes Schutz vor den Auswirkungen der geplanten Umschuldung zuzusichern.

Aktien von Bank of Ireland und Allied Irish Banks rutschten daraufhin um drei beziehungsweise zwei Prozent ab. Als Reaktion hierauf kletterten die Spreads zehnjähriger irischer Staatspapiere im Vergleich zur entsprechenden Bundesanleihen auf 426 Basispunkte. Gleichzeitig stiegen die Kosten für die Versicherung eines zehn Millionen schweren irischen Kredits dem Datenanbieter Markit zufolge um 40 000 auf 500 000 Euro.

Die Credit Default Swaps (CDS) des ebenfalls hoch verschuldeten Portugal zogen parallel dazu um 29 auf 420 Basispunkte an. Die Risikoaufschläge zur Bundesanleihe notierten neun Ticks höher bei 395 Basispunkten.

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