Anleiheauktion
Italien enttäuscht den Markt

Bei der Auktion von Staatsanleihen mit fünf- und zehnjähriger Laufzeit muss Italien höhere Zinsen zahlen als noch im April. Die Investoren hielten sich zurück. Auch Euro und Dax gerieten unter Druck.
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RomDie Auktion langjähriger italienischer Anleihen ist an den Märkten am Mittwoch mit Enttäuschung aufgenommen worden. Der Dax weitete seine Verluste am späten Vormittag leicht aus und fiel mit einem Abschlag von 1,3 Prozent auf ein neues Tagestief von 6312 Punkten. Der italienische Leitindex notierte 1,5 Prozent schwächer, nachdem er vor der Auktion rund ein Prozent tiefer gelegen hatte. Der Euro fiel auf ein Tagestief von 1,2432 Dollar, den niedrigsten Stand seit fast zwei Jahren.

Italien hat fünf- und zehnjährige Anleihen im Volumen von 5,73 Milliarden Euro verkauft und musste den Anlegern dafür höheren Zinsen zahlen als zuletzt. Das sehe alles nicht so klasse aus, sagte ein Händler. "Die Renditen sind gestiegen, der maximale Betrag wurde nicht abgesetzt und die Überzeichnung war dünn."

Am Sekundärmarkt stiegen die Renditen zehnjähriger italienischer Anleihen auf ein Tageshoch von 6,155 Prozent. Ihre spanischen Pendants rentierten in der Spitze bei 6,686 Prozent.

Die als besonders sicher geltenden Bundesanleihen waren gefragt. Die Rendite fiel zeitweise auf ein Rekordtief, zuletzt lag sie bei 1,32 Prozent drei Basispunkte niedriger. Am Terminmarkt kletterte der Bund-Future in der Spitze um 54 Basispunkte auf ein Rekordhoch von 144,84 Prozent. Zehnjährige Treasuries rentierten bei 1,69 Prozent fünf Basispunkte niedriger.



Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Anleiheauktion: Italien enttäuscht den Markt"

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  • Hätten die Griechen die gleichen Probleme, wenn Sie die gleiche Unterstützung, wie die Polen, Tschechen und andere ehemal. Ostblockländer erhalten hätten (ganz zu schweigen von der DDR). Oder glauben alle immer noch, daß die Deutschen die einzigen sind, die Autos bauen können? Sie waren eben nicht förderungswürdig und viel zu weit weg vom Schuss. Dafür können Sie nichts. Aber für die Lügen und Betrügereien sollten Sie schon selbst zahlen auch die Italiener, etc.

  • @ WolfgangPress,

    wohl wahr, er hatte nicht das Glückk, in Gegensatz zu Ihnen, in der DDR erzogen zu werden.

  • Auch wahr! Nur sollte man im Leben tunlichst immer genau darauf achten mit wem man sich einlässt. Zugegeben; viele können nicht dafür. Um diese (und ich zähle mich auch dazu, zumal ich von Anfang an nicht nachvollziehen konnte wie man Länder den Eintritt erlauben konnte, die nie die Kriterien erfüllt haben) tut es mir wirklich leid.

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