Anleiheauktion
Italien muss höheren Zins zahlen

Italien hat sich sechs Milliarden Euro am Anleihemarkt besorgt. Trotz der vorerst gelösten Regierungskrise muss das Land höhere Zinsen an Investoren zahlen.
  • 1

MailandBei der Versteigerung einer fünfjährigen italienischen Anleihe stieg der Zins von 3,22 auf 3,38 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit Juni, teilte das Finanzministerium am Donnerstag mit. Bei der Auktion einer zehnjährigen Anleihe blieb er dagegen stabil bei rund 4,5 Prozent. Insgesamt nahm der Staat sechs Milliarden Euro ein und lag damit am oberen Ende des angepeilten Volumens.

Nach den Spannungen der vergangenen Woche sei der Markt mit dem Immobiliensteuer-Kompromiss der Koalitionsparteien offenbar zufrieden, sagte Luca Jellinek von Credit Agricole. Die Renditen lägen weiterhin auf niedrigen Niveaus, ergänzte Chiara Manenti, Analystin bei Intesa Sanpaolo.

Am Sekundärmarkt drückte die Erleichterung über den Kompromiss und die erfolgreiche Auktion die Rendite zehnjähriger italienischer Staatspapiere auf 4,358 Prozent nach 4,401 Prozent im Schlussgeschäft des Vortages.

Im Streit um die Immobiliensteuer erzielte die Regierungskoalition am Mittwochabend einen Kompromiss. Die Abgabe auf den Erstwohnsitz wird Anfang 2014 abgeschafft, die für September und Dezember anstehenden Abschlagszahlungen werden schon nicht mehr fällig. Mit der Einigung entledigt sich Ministerpräsident Enrico Letta eines Zankapfels, der die Zukunft der ohnehin wackeligen Koalition infrage gestellt hatte. Offen ist, wie das durch den Verzicht auf die Immobiliensteuer entstehende Haushaltsloch geschlossen werden soll.

Die erfolgreiche Auktion italienischer Anleihen hat die Mailänder Börse am Donnerstag gestützt. Der Index zog bis auf ein Prozent an, nachdem er zuvor 0,8 Prozent höher notiert hatte.



Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Anleiheauktion : Italien muss höheren Zins zahlen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Unglaublich wie man mit solch einem Artikel versucht, den Menschen Sand in die Augen zu streuen!

    Staaten verschulden sich zu 97% bei Banken und Versicherungen!!!
    ( Die Versicherungs AGs gehören auch den Bankstern )

    Wieso sprechen die gleichgeschalteten Massenmedien immer von "Investoren" und nicht Banken?

    Von "Schuldenschnitt" und nicht Schuldenerlass?

    Woher haben die Banken das ganze Geld um es den Staaten zu leihen, wenn sie doch selbst angeblich alle pleite sind bzw. gerettet werden müssen?

    Banken schaffen ( Was viele nicht wissen ) Geld aus dem nichts ( per Kredit ) und verschulden/versklaven damit die ganze Menschheit!!!


    Jeder Euro/Dollar/Yen der im Umlauf ist, wurde den Staaten, Unternehmen und Menschen nur geliehen, und muss plus Zinsen an die internationalen Bankster zurückgezahlt werden!
    ( Privatbanken haben das Geldmonopol! )

    Jeder der das nicht versteht, sollte im Internet nach "Schuldgeldsystem" suchen.

    Warum erfahren wir in den gleichgeschalteten Massenmedien nie etwas über das Schuldgeldsystem der internationalen Bankster?

    Wer steht hinter den gleichgeschalteten Massenmedien?

    Die internationalen Bankster?

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%