Anleiheauktion
Japan greift Europa unter die Arme

Der EU-Rettungsfonds ESM startet seine erste Anleiheauktion. Japan will bei der Emission kräftig zulangen. Auch um Europas Finanzstabilität zu sichern. Doch ganz uneigennützig denkt Tokio dabei nicht.
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TokioJapan will bei der ersten Anleiheemission des neuen EU-Rettungsfonds ESM an diesem Dienstag zugreifen. Der japanische Finanzminister Taro Aso erklärte, sein Land wolle helfen, die Finanzstabilität in Europa zu sichern. Dies stütze auch Währungen wie den Yen.

Die erste Bond-Auktion des ESM seit dessen Start im vergangenen Oktober wird gegen Mittag erwartet. Verkauft werden sollen Drei-Monats-Papiere. Aso sagte, Japan werde sich kontinuierlich bei ESM-Anleihe-Emissionen beteiligen und dafür seine ausländischen Währungsreserven benutzen.

Der ESM hat den EFSF abgelöst und soll zur Bewältigung der europäischen Schuldenkrise beitragen. Staaten, die finanzielle Hilfe benötigen, können sich so gegen Auflagen günstig refinanzieren. Japan hat bislang EFSF-Bonds im Volumen von rund sieben Milliarden Euro gekauft. Dies entspricht einem Anteil von rund 6,7 Prozent aller ausgegeben Anleihen des Fonds.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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