Anleihemärkt
Rentenmärkte verteidigen ihre Kursgewinne

Die Anleihemärkte haben sich gestern behauptet. Der Bund-Future konnte seine hohen Vortagsgewinne verteidigen und lag am Abend fast unverändert bei 122,16 Prozent. Zwischenzeitlich hatte er nach guten Konjunkturdaten aus der Euro-Zone um dieses Niveau geschwankt. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte kaum verändert mit 3,28 Prozent.

HB FRANKFURT. Auch in den USA belasteten gute Konjunkturdaten Anleihen nicht nachhaltig. Die zehnjährige US-Anleihe rentierte am Abend mit 4,35 Prozent.

Am Markt für neue Bonds stockte Frankreich drei Anleihen über insgesamt 6,47 Mrd. Euro auf, die deutlicher überzeichnet waren, als die Aufstockung der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe am Vortag. Dafür hatte Deutschland aber auch auf einen Schlag acht Mrd. Euro emittiert und diese nicht auf mehrere Emissionen verteilt. Besonders gefragt war in Frankreich die Aufstockung der 50-jährigen Anleihe um 1,25 Mrd. Euro. Frankreich hatte im Juli 2005 als erste Industrienation einen 50-jährigen Bond begeben. Seitdem haben auch Großbritannien und Polen Ultra-Langläufer platziert. Die deutsche Finanzagentur bekräftigte dagegen gestern erneut, dass in Deutschland keine 50-jährigen Bonds geplant seien.

Am Markt für Jumbo-Pfandbriefe begab der spanische Banco de Sabadell unter Federführung von BNP Paribas, Goldman Sachs und Morgan Stanley, einen mit Hypotheken gedeckten zehnjährigen Bond über 1,75 Mrd. Euro. Für den Jumbo, der etwas größer ausfiel als erwartet, gab es nach Angaben aus Bankenkreisen Kaufaufträge über zwei Mrd. Euro. Die Hypo Real Estate Bank platzierte einen mit Staatskrediten gedeckten Pfandbrief in zwei Tranchen über je 500 Mill. Euro, der jedoch nicht als Jumbo firmiert. Unter den staatsnahen Emittenten kam die Landwirtschaftliche Rentenbank mit einem zehnjährigen Bond über eine Mrd. Euro. cü

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