Anleihemärkte
Europäische Bonds stabilisieren sich

Bundesanleihen steigen leicht, italienische Papiere tendieren fest: In der Krise schätzen Anleger stabile Länder als sichere Häfen. Anleihen der Krisenländer Griechenland und Spanien dagegen verharren im Minus.
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FrankfurtDie Kurse europäischer Anleihen haben am Donnerstag überwiegend fester tendiert. Zehnjährige deutsche Bundesanleihen rentierten drei Basispunkte niedriger mit 0,52 Prozent. Für den Terminkontrakt Bund-Future ging es 33 Basispunkte aufwärts auf 155,04 Prozent.

„Es gibt ein gewisses Maß an Strömen in die als sicher geltenden Anleihen der Kern-Euroländer“, konstatierte David Stubbs, Marktstratege bei JPMorgan Asset Management Inc. in London. „Wir sind noch viele Wochen davon entfernt, dass es ungemütlich wird, und es können noch zahlreiche Spiele gespielt werden. Die Griechen nutzen die Drohung, was bei einem Zahlungsausfall und einem Ausstieg des Landes aus dem Euroraum passieren kann, als effizientes Verhandlungsinstrument.“

Italienische Bonds notierten nach Emissionen des Landes im Umfang von knapp 7 Mrd. Euro höher, die Rendite der zehnjährigen Papiere sank zwei Basispunkte auf 1,84 Prozent. Neben 2025 fälligen Papieren im Volumen von 2,5 Mrd. Euro platzierte Italien 2020 fällige Anleihen über 2,434 Mrd. Euro sowie variabel verzinste Papiere mit Laufzeit bis 2022 im Volumen von 2 Mrd. Euro.

Dagegen verharrten spanische und griechische Anleihen weiter im Minus. Bei zehnjährigen spanischen Bonds stieg die Rendite einen Basispunkt auf 1,81 Prozent, vergleichbare griechische Papiere rentierten zehn Basispunkte höher mit 10,99 Prozent.

In den USA notierten Treasuries kaum verändert. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatspapiere lag bei 2,13 Prozent knapp über dem Vortagesniveau.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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