Anleihemärkte
Renditen der Kurzläufer steigen stark

Die Anleihemärkte haben am Donnerstag im Bann der Notenbanken gestanden. Die Renditen besonders zinsanfälliger kurzlaufender Anleihen stiegen im Euro-Raum kräftig.

cü FRANKFURT. Vor allem die von den meisten Volkswirten nicht vorhergesagte Leitzinserhöhung der Bank of England auf 4,75 Prozent belastete den Markt. Dazu kam, dass der Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, nach der Zinsanhebung am Donnerstag auf drei Prozent weitere Zinserhöhungen ankündigte.

Die Renditen besonders zinsanfälliger kurzlaufender Anleihen stiegen daraufhin kräftig. Im Euro-Raum erhöhte sich die Rendite der zweijährigen Bundesschatzanweisung um 0,07 Prozentpunkte auf 3,58 Prozent, in Großbritannien schnellte die Rendite zweijähriger Gilts um 0,16 Punkte auf 4,91 Prozent nach oben und damit an einem Tag so deutlich wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Am langen Ende stieg die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe moderater auf 3,97 Prozent, der Bund-Future verlor 0,33 Ticks auf 116,34 Prozent.

In den USA stiegen die Renditen dagegen nur leicht. Stützend wirkten unerwartet niedrige Auftragseingänge und der stärker als prognostizierte Rückgang des ISM-Index für das Dienstleistungsgewerbe. Beides verstärkte die Hoffnungen darauf, dass die US-Notenbank eine Zinspause einlegt. Zehnjährige Treasuries rentierten weiter unter fünf Prozent.

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