Anleihemärkte
US-Zinspause beflügelt Anleihekurse

Investoren an den Euro-Anleihemärkten zeigen sich offenbar unberührt von den jüngsten Äußerungen des EZB-Chefs, Jean-Claude Trichet. Trotz seiner Ankündigung, im Oktober erneut die Leitzinsen anzuheben und seiner Erwartung steigender Inflation, blieben die Anleihekurse stabil. Anleger scheinen eher nach Übersee zu blicken.

rez FRANKFURT. Dort stützen Erwartungen sinkender Inflationsgefahren und die Zinspause der US-Notenbank die Kurse. Anleiheexperten halten mit Blick auf die Euro-Zinspolitik allerdings zumindest die Kurse kurzfristiger Anleihen für zu hoch. Weiteren Aufschluss dürften diese Woche Daten zu deutschen Industrieproduktion und das Beige-Book zur Lage der US-Wirtschaft geben. Am Montag erwarten Händler wegen eines US-Feiertags geringe Umsätze.

Für kurzfristige Turbulenzen sorgte am Freitag der US-Arbeitsmarktbericht. Der unerwartet hoch ausgefallene Stellenzuwachs schürte zunächst Zinsängste und ließ das Stimmungsbarometer für Staatsanleihen, den Bund-Future, um 0,09 Prozentpunkte auf 118,18 Prozent absacken. Doch der nur moderate Anstieg der US-Stundenlöhne besänftigte wieder. Der Bund-Future kletterte bis zum Handelsende auf 118,45 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel auf 3,74 Prozent. Am US-Markt legten die Anleihekurse nach schwachem Start zu.

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