Anleihemarkt-Ausblick
Bonds bringen nur noch zwei Prozent Rendite

Die Kurse an den Anleihemärkten in Europa und Amerika werden in dieser Woche voraussichtlich nachgeben und damit zu einem Renditeanstieg führen. Zuletzt waren die langlaufenden Zinsen durch eine Kaufwelle auf Rekordtiefs gefallen. Diese hohe Bewertung dürfte neue Investoren abschrecken.

FRANKFURT. Zehnjährige Staatsanleihen in Amerika rentierten vergangene Woche zeitweise bei 2,0352 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen 1953. "Ich bezweifle, dass Investoren scharf darauf sind, auf diesem Niveau Bonds zu kaufen", sagte David Keeble, Rentenspezialist bei Calyon in London. Zudem begäben die USA Rekord-Volumina an zwei- und fünfjährigen Anleihen. Über 38 Mrd. Dollar an zweijährigen Papieren sollen am Montag auf den Markt geworfen werden, weitere 28 Mrd. Dollar an fünfjährigen Anleihen folgen am Dienstag.

Stützend auf den Anleihemarkt wirken sich weiter die Signale aus der Wirtschaft aus. So erwarten von Bloomberg befragte Volkswirte, dass der am Montag angekündigte GfK-Index zum deutschen Verbrauchervertrauen für Januar weiter gefallen ist. In den USA wird zudem ein Rückgang der Inflation im November erwartet. Das könnte gut für Anleihen sein, denn geringere Preissteigerungen machen festverzinsliche Papiere attraktiver. Die Daten kommen am Mittwoch.

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