Anleihemarkt-Ausblick
Renditen gehen noch weiter zurück

Anleihehändler erwarten nach der bisherigen Rally bis zum Jahresende keine nennenswerten Kursgewinne bei Staatsbonds mehr.

FRANKFURT. Der US-Markt sei durch Angst-Käufe weit überreizt, sagte Ray Remy, Chef Rentenhandel bei Daiwa Securities in New York. Ein Problem sei zudem das Angebot neuer Treasuries, das die Kursgewinne begrenze. Das US-Finanzministerium hat vergangene Woche Rekord-Volumina von drei- und fünfjährigen Papieren platziert, um die Pakete zur Stützung von Banken und der Konjunktur zu finanzieren. Allein in Europa könnte die Aussicht auf eine Leitzinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB) im Januar (siehe Aktien) die Renditen weiter drücken, meinte Remy.

Zehnjährige Treasuries rentierten am Freitag bei dünnem Handel vier Basispunkte niedriger bei 2,13 Prozent. Die Bundesanleihe mit Laufzeit bis 2019 verlor am Montag und Dienstag insgesamt sechs Rendite-Basispunkte auf 2,94 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future ging vor den Feiertagen bei 124,92 Prozent aus dem Handel.

Am Primärmarkt stockt Italien diese Woche mehrere Papiere auf. Heute steht eine Nullkupon-Anleihe mit zweijähriger Laufzeit über 2,5 Mrd. Euro an. Morgen folgen bis zu sechs Mrd. Euro in variabel verzinsten siebenjährigen Bonds und Festzinsanleihen mit Laufzeiten von zwei und zehn Jahren.

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