Anleihemarkt
Bundesanleihens kaum verändert

Der Kurs deutscher Bundesanleihen hat sich am Donnerstag nur minimal bewegt. Spanien und Frankreich haben indes erfolgreich mehrjährige Anleihen im Wert von rund 12 Milliarden Euro platzieren können.
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MadridDeutsche Bundesanleihen haben am Donnerstag wenig Bewegung gezeigt. Investoren warten auf die zinspolitische Sitzung der Europäischen Zentralbank und die nachfolgende Pressekonferenz.

Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren rentierten zuletzt bei 1,50 Prozent einen Basispunkt niedriger. Der Terminkontrakt Bund-Future stieg um 16 Basispunkte auf 143,94 Prozent. Die EZB wird den Leitzins für die Eurozone unverändert bei 0,5 Prozent belassen, erwarten 57 von 59 Ökonomen in einer Umfrage von Bloomberg.

Am Primärmarkt ist Spanien aufgetreten. Das Land hat zwei-, drei- und zehnjährige Anleihen im Gesamtvolumen von 4,02 Milliarden Euro am Markt untergebracht und damit das Maximalziel von 4,0 Milliarden Euro leicht übertroffen. Die Durchschnittrendite der zweijährigen Papiere im Volumen von 1,5275 Milliarden Euro lag bei 1,903 Prozent im Vergleich zu 2,275 Prozent am 21. März; die Durchschnittsrendite der dreijährigen Anleihe im Volumen von 1,01 Milliarden Euro stieg auf 2,706 Prozent gegenüber 2,442 Prozent am 23. Mai.

Bei den zehnjährigen Bonds im Volumen von 1,487 Milliarden Euro lag die Durchschnittsrendite bei 4,517 Prozent. Bei der letzten Auktion zehnjähriger Papiere am 18. April hatte Spanien noch eine durchschnittliche Rendite von 4,612 Prozent geboten. Verglichen mit der Auktion vor zwei Wochen, war es ein leichter Anstieg um knapp 0,06 Prozentpunkte. Zehnjährige Spanien-Bonds rentierten nach der Auktion bei 4,45 Prozent vier Basispunkte höher. Dies deutete auf Verunsicherung unter den Investoren darüber, wie lange die EZB noch an ihrem Sicherheitsnetz für die Euro-Krisenstaaten festhält.

Frankreich hat am Primärmarkt Anleihen im Gesamtvolumen von 7,99 Milliarden Euro platziert; das Maximalvolumen war mit 7,0 bis 8,0 Milliarden Euro angegeben worden. Im Angebot waren Papiere mit Laufzeit bis 2020, 2023 und 2027. Bei der zehnjährigen Anleihe im Volumen von 3,84 Milliarden Euro lag die durchschnittliche Rendite mit 2,04 Prozent höher als bei der vorherigen Auktion am 2. Mai mit 1,81 Prozent. Der zehnjährige Frankreich-Bond rentierte nach der Auktion einen Basispunkt höher bei 2,06 Prozent.

Italien-Bonds mit einer Laufzeit von zehn Jahren rentierten bei 4,16 Prozent drei Basispunkte höher. Bei den zehnjährigen portugiesischen Anleihen legte die Rendite sechs Basispunkte zu auf 5,78 Prozent.

Am Markt für US-Staatsanleihen gab es kaum Veränderung. Zehnjährige Treasuries rentierten bei 2,09 Prozent.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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