Anleihemarkt
Der Druck auf den Rentenmarkt sinkt

Der Druck, mit dem die internationalen Anleihemärkte am Donnerstag und Freitag zu kämpfen hatten, dürfte Experten zufolge in dieser Woche nachlassen. Grund dafür ist vor allem, dass in den nächsten Tagen sowohl in Euroland als auch in den USA nur wenige Konjunkturdaten veröffentlicht werden, die für den Rentenmarkt von Bedeutung sind.

scc FRANKFURT. Am Freitag ist die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe bis auf 3,59 Prozent gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit etwa einem Jahr. Der Bund-Future, wichtigster Terminkontrakt für lang laufende Bundesanleihen, verlor um 0,13 Prozentpunkte auf 119,42 Prozent. Marktteilnehmer wiesen noch einmal darauf hin, dass Jean-Claude Trichet, der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), am Donnerstag überraschend stark auf Inflationsgefahren hingewiesen hat, was die Anleihemärkte unter Druck gesetzt hat.

Aber auch in den USA brachen die Rentenmärkte weiter ein und notierten bei 4,68 Prozent nach 4,64 Prozent am Donnerstag. Auf diesem Niveau standen die Märkte zuletzt im Herbst. Ihren Optimismus für diese Woche beziehen die Experten aus den für Freitag erwarteten US-Arbeitsmarktdaten für den Monat Februar. Der Konsens der Analysten geht hier von 200 000 neu geschaffenen Stellen aus. „Spätestens diese Veröffentlichung sollte die Kursverluste des Rentenmarktes stoppen“, heißt es von Seiten der DZ Bank.

Im Mittelpunkt bei den Neuemissionen steht die erste inflationsgeschützte Anleihe in Deutschland seit der Weimarer Republik, die in dieser Woche emittiert werden soll. Vorab wurde bereits bekannt, dass dieser eine zehnjährige Laufzeit aufweisen soll, was am Kapitalmarkt positiv aufgenommen wurde. Analysten wie Kornelius Purps von der Hypo-Vereinsbank (HVB) gehen deshalb davon aus,dass es zu einer hohen Überzeichnung kommen wird.

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