Anleihemarkt
Die Lage an den Rentenmärkten spitzt sich zu

So langsam wird es den Anleiheoptimisten mulmig zumute. Mittelfristig erwarten zwar immer noch viele Häuser, dass die Kurse wieder etwas steigen und die Renditen damit sinken werden, aber in dieser Woche sieht es noch schlecht für die Bondmärkte aus.

cü FRANKFURT. Insgesamt werde der Eindruck bestehen bleiben, dass die meisten Zentralbanken die Zinszügel straffen werden. Dies sei nicht das Umfeld, in dem die Anleihepreise festen Boden unter den Füßen finden werden, meint Kornelius Purps von der Hypo-Vereinsbank. Und Ulrich Wortberg von Helaba Trust geht davon aus, dass die zehnjährige Rendite der Bundesanleihe aus technischer Sicht bis über 3,80 Prozent steigen könnte.

In dieser Woche dürfte der vermutlich erneut gestiegene Index der Konjunkturerwartungen des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag die Ängste vor weiteren Leitzinserhöhungen im Euro-Raum weiter beflügeln. In den USA stehen Inflationsdaten am Dienstag und Donnerstag sowie diverse Frühindikatoren auf der Agenda. Lediglich ein überraschender Einbruch der Indikatoren könnte die Bondmärkte Experten zufolge stützen.

Am Freitag hatten die besser als erwarteten monatlichen US-Arbeitsmarktdaten die Anleihemärkte belastet. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen fiel mit einem Plus von 240 000 besser aus als prognostiziert. Die Rendite der zehnjährigen US-Anleihe stieg auf 4,76 Prozent und damit den höchsten Stand seit anderthalb Jahren. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe kletterte um 0,05 Prozentpunkte auf 3,67 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit einem Jahr. Der Terminkontrakt Bund-Future mit Fälligkeit im Juni büßte 0,29 Prozentpunkte ein und schloss bei 117,85 Prozent.

Unternehmen wie Daimler-Chrysler und KPN – platzierten vergangene Woche neue Anleihen über insgesamt 4,6 Mrd. Euro.

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