Anleihemarkt
Zinserwartungen belasten die Bondkurse

Zinsspekulationen haben gestern auf die Anleihekurse gedrückt. Marktteilnehmer gehen davon aus, dass die US-Notenbank die Zinsen nicht so stark senken wird, wie dies gegenwärtig am Markt eingepreist ist.

HB FRANKFURT. Die Rendite der zweijährigen US-Treasuries ist in Reaktion auf US-Arbeitsmarktdaten in den vergangenen zwei Tagen um fast einen viertel Prozentpunkt abgerutscht. Mit 3,89 Prozent liegt sie mittlerweile 1,36 Prozentpunkte unter dem US-Leitzins. Im Euroraum rechnen Händler hingegen mit steigenden Zinsen. EU-Währungskommissar Joaquin Almunia erklärte, eine starke Fundamentalsituation stütze das Wirtschaftswachstum.

Entsprechend zog die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe in Deutschland leicht an auf 4,09 Prozent. Im Gegenzug dazu sank der Terminkontrakt Bund-Future im nahen Termin um 24 Basispunkte auf 114,72 Prozent. Zehnjährige Treasuries rentierten bei 4,35 Prozent etwas höher. Am Primärmarkt kam Großbritannien mit einer 35jährigen Anleihe an den Markt. Seit Beginn der Turbulenzen an den Kreditmärkten ist es die erste Emission eines Papiers mit einer Laufzeit von über 15 Jahren. Die Nachfrage war geringer als zuvor, das Papier war nur 1,32fach überzeichnet, verglichen mit einer Quote von 1,62 bei Auktionen Anfang Juni und Juli.

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