Anleihen
Abwärtstrend am Bondmarkt erwartet

Die Entwicklung am europäischen Markt für Staatsanleihen hängt in der neuen Handelswoche vor allem von den weiteren Nachrichten aus der Berichtssaison ab.

FRANKFURT. Die Entwicklung am europäischen Markt für Staatsanleihen hängt in der neuen Handelswoche vor allem von den weiteren Nachrichten aus der Berichtssaison ab. Gelingt es den Banken Morgan Stanley und Credit Suisse sowie dem Technologiekonzern Ericsson die Erwartungen der Börse zu übertreffen, sollte die Risikoneigung der Investoren weiter steigen und ihre Nachfrage nach sicheren Staatspapieren entsprechend sinken.

„Die Unternehmensberichte dürften am Markt ein wichtiger Faktor sein“, sagte Bondexperte Christian Zima von der Raiffeisenbank in Wien. „Sie könnten einigen Verkaufsdruck bewirken.“

Vergangene Woche sank der Bund-Future bereits um rund 80 Basispunkte. Angesichts positiver Überraschungen bei den Quartalsberichten aus den USA war der Wagemut am Kapitalmarkt groß: Investoren schichteten von Anleihen in Aktien und andere riskantere Anlageformen mit höherem Ertragspotenzial um. Bis Mitte des Monats übertrafen rund 80 Prozent der Unternehmen im US-Börsenindex S&P 500 mit ihren Quartalszahlen die Erwartungen.

Zehnjährige Bundesanleihen wurden auf Wochensicht 0,7 Prozent billiger und beendeten die vergangene Woche mit einer Rendite von 3,27 Prozent. Zehnjährige US-Treasuries wurden 0,4 Prozent billiger. Am Freitagabend rentierten sie bei 3,43 Prozent.

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