Anleihen
Alle warten auf die Entscheidung der EZB

Diese Woche bringt für die Anleihemärkte wichtige Richtungsentscheidungen. Die Sitzung der Europäischen Zentralbank, die eine Zinserhöhung schon so gut wie angekündigt hat, und eine ganze Reihe wichtiger Indikatoren aus den USA werden darüber entscheiden, ob die Kursrally der vergangenen Woche und der damit einhergehende kräftige Renditerückgang Bestand haben oder sich gar noch fortsetzen wird.

FRANKFURT. In den USA ging die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen im Wochenverlauf um sechs Hundertstel auf 4,43 Prozent zurück, die Rendite der Zweijährigen etwas weniger um drei Hundertstel auf 4,35 Prozent. Hauptursache war der Hinweis im Protokoll der letzten Notenbanksitzung, dass einige Mitglieder vor der Gefahr warnten, mit übermäßigen Zinserhöhungen die Konjunktur abzuwürgen.

In Europa war der Renditerückgang mit je elf Hundertsteln auf 3,41 Prozent für Zehnjährige und 2,71 Prozent für Zweijährige noch stärker. Verantwortlich war EZB-Präsident Jean-Claude Trichet, der in Interviews deutlich machte, dass die EZB keine Serie von Zinserhöhungsschritten im Sinn habe. Erst zum Ende der vorangegangenen Woche hatte Trichet mit seiner Quasi-Ankündigung einer Zinserhöhung am 1. Dezember einen starken Renditeanstieg hervorgerufen.

Die EZB-Pressekonferenz am Donnerstag sollte näheren Aufschluss darüber geben, inwieweit Trichet mit seiner Relativierung für den ganzen EZB-Rat sprach.

Da im letzten Sitzungsprotokoll der US-Notenbank auch zu lesen war, dass die weitere Wirtschaftsentwicklung sehr feinfühlig analysiert werden müsse, dürfte für die weitere Leistungsentwicklung viel von den Wirtschaftsindiaktoren abhängen, die in nächster Zeit veröffentlicht werden. Die nächsten wichtigen Indikatoren sind am Donnerstag der Einkaufsmanagerindex und der Deflator für die Konsumausgaben und am Freitag die Arbeitsmarktdaten.

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