Anleihen
Anleger suchen Zuflucht bei Staatsanleihen

Die schlechten Nachrichten zum US-Hypothekensektor haben am Donnerstag die Anleihekurse in Europa und den USA beflügelt. Immer mehr Anleger erwarteten eine Delle in der US-Konjunktur und ein Übergreifen der Probleme auf Europa.

FRANKFURT. Nach drei Tagen sinkender Kurse setzte deshalb erstmals wieder die Flucht in die als sicher geltenden Staatspapiere ein. Wegen der Bedenken zum Subprime-Sektor legten die Geldmarkt-Sätze so stark zu, dass die Europäische Zentralbank intervenierte. Mit einem Schnelltender im beispiellosen Volumen von 94,8 Mrd. Euro wollte sie eine Liquiditätskrise am Markt vermeiden. „Das ist wohl der ernsteste Schritt, seit die Subprime-Krise begonnen hat", sagte Bondhändler Glen Capelo. „Früher hätte man darin ein Zeichen gesehen, dass die Federal Reserve die Zinsen senken wird.“

Wie stark die Gefahr einer US-Konjunkturflaute in den Augen der Investoren gestiegen ist, zeigten die konjunktursensiblen zweijährigen Treasuries. Sie rentierten 16 Basispunkte unter dem Vortagesniveau. Die Rendite zehnjähriger Papiere sank neun Basispunkte auf 4,79 Prozent. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten sechs Basispunkte niedriger. Der Bund-Future stieg auf 112,59 Prozent. Am Primärmarkt stand die Auktion 30-jähriger US-Treasuries im Volumen von neun Mrd. Dollar an.

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